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40 Minuten zum Lichttanken – Fall Migros trifft ganze Branche

Wer ohne Tageslicht arbeiten muss, hat Anrecht auf bezahlte Pausen, um Tageslicht zu tanken. Dieses Urteil aus Zürich sorgt auch bei den Berner Detailhändlern für Nervosität.

Konsumwelt ohne Tageslicht: Unterführung im Shopville am Zürcher Hauptbahnhof.
Konsumwelt ohne Tageslicht: Unterführung im Shopville am Zürcher Hauptbahnhof.
Christoph Ruckstuhl, Keystone

Anders als mit Nervosität lassen sich die zugeknöpften Reaktionen von Migros, Coop und Loeb kaum erklären: «Kein Kommentar zu einem laufenden Verfahren», so lautet ihr knapper Bescheid auf die Anfrage zur Bedeutung des am Montag veröffentlichten Urteils des Zürcher Verwaltungsgerichts. Es verlangt, dass den Migros-Angestellten in der unterirdischen Rail-City-Filiale im Zürcher Hauptbahnhof morgens wie nachmittags je 20 Minuten bezahlte Pause gewährt wird. Zusatzkosten für die Migros im konkreten Fall: 750'000 Franken pro Jahr. Rechtskräftig ist das Urteil allerdings noch nicht, offen ist auch, ob die Migros es ans Bundesgericht weiterzieht. Sie hat die Auflage der Stadt Zürich von Beginn weg angefochten.

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