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CSL Behring sucht 66 neue Mitarbeiter

Die australische CSL Limited erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2016/2017 ein deutliches Umsatzwachstum. Das wirkt sich positiv auf den Wirtschaftsstandort Bern aus. Bei der Tochterfirma CSL Behring sind 66 Stellen unbesetzt.

So soll der Neubau der CSL Behring in Lengnau dereinst aussehen.
So soll der Neubau der CSL Behring in Lengnau dereinst aussehen.
zvg

36 offene Stellen am Sitz in Bern, weitere 30 unbesetzte Jobs im neuen Produktionswerk in Lengnau: Die Biopharmafirma CSL Behring AG ist schweizweit fieberhaft auf der Suche nach hoch qualifizierten Mitarbeitern. «Das ist gar nicht so einfach», sagte Standortleiter Pierre Caloz im Gespräch mit der Berner Zeitung.

«Wir haben aber einen Vorteil in der Schweiz: Unsere Universitäten und Eidgenössischen Technischen Hochschulen sind erstklassig.» Aktuell beschäftigt die Firma hierzulande 1486 Mitarbeiter. Das sind 98 mehr als im Vorjahr.

Beim australischen Mutterkonzern CSL Limited läuft es weiterhin rund, deshalb schafft er neue Stellen. Der Umsatz stieg im ersten Semester 2016/2017 (per Ende Dezember) um 18 Prozent auf umgerechnet 3,6 Milliarden Franken. Der Gewinn legte um 12 Prozent auf 803,5 Millionen Franken zu.

«Auf Gruppenstufe können wir wiederum ein hervorragendes Ergebnis vorlegen», so Uwe E. Jocham, Direktionspräsident der CSL Behring Recombinant Facility AG in Lengnau. Die Aussichten fürs gesamte Geschäftsjahr 2016/2017 sind deshalb positiv: Die CSL Gruppe rechnet mit einem Gewinnplus von 18 bis 20 Prozent.

Medikament «made in Bern»

Wichtigster Wachstumstreiber im abgelaufenen Halbjahr war das Arzneimittel Privigen, dessen Verkäufe um ein Drittel zunahmen. CSL Behring hat dieses Produkt in Bern entwickelt und stellt es in der Bundesstadt her. Privigen wird aus menschlichem Blutplasma gewonnen und kommt bei Patienten mit Immunschwäche zum Einsatz.

Die neu lancierten Arzneimittel Idelvion sowie Afstyla haben sich über die Erwartungen entwickelt und ebenfalls zum erfreulichen Resultat beigetragen. Absatzmärkte sind die USA und der EU-Raum. Die Medikamente werden gegen die Bluterkrankheit verabreicht. «Beide Produkte sind sehr gut gestartet», sagte Jocham. Das stimme ihn zuversichtlich. Denn: CSL Behring hat vor, diese zwei Arzneimittel neu in Lengnau herzustellen.

Die Fabrik im Seeland feierte Anfang Monat die Aufrichte. Damit ist die Phase des Rohbaus ­abgeschlossen. In den nächsten Monaten erhalten die fünf Gebäude ihre Dächer und Fassaden. Gleichzeitig werden die Produktionsanlagen eingebaut.

Ziel ist es, im ersten Quartal 2018 mit Mitarbeitern einzuziehen. Zurzeit beschäftigt CSL Behring in Lengnau 63 Personen. Jocham schätzt, dass diese Zahl im Jahr 2017 auf deutlich über 100 ansteigen wird. Am Standort Lengnau sollen mehr als 300 neue Stellen entstehen.

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