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Ab jetzt kostet das Plastiksäckli fünf Rappen

In den ersten Coop-Filialen ist das kostenpflichtige und ökologische Pendant zum Gratissäckli ab heute erhältlich. Die Migros zieht bald nach.

Dieses Bild soll seltener werden: Ein Migros-Kunde transportiert seinen Einkauf im Gratis-Plastiksäckli. (Archivbild)
Dieses Bild soll seltener werden: Ein Migros-Kunde transportiert seinen Einkauf im Gratis-Plastiksäckli. (Archivbild)
Keystone

Die ersten zehn Coop-Verkaufsstellen führen heute das Plastiksäckchen für fünf Rappen ein, wie der «Landbote» berichtet. Der Detailhändler ist überzeugt, dass die Massnahme Wirkung zeigt. «Wir haben in einem Test festgestellt, dass vier von fünf Kunden auf ein Säcklein verzichten, wenn es etwas kostet, was einer Reduktion der Säckchen in den Supermärkten um 80 Prozent entspricht», sagt Coop-Sprecher Urs Meier auf Anfrage von Redaktion Tamedia.

Zu Beginn werden die Säckli in zehn Filialen in der Stadt Zürich angeboten, um die Abläufe an der Kasse zu untersuchen – nämlich: A-Park, Bahnhofbrücke, Europaallee Passage, Hönggermarkt, Kreuzplatz, Letzipark, Milchbuck, Scheffelstrasse, Stauffacher und Wiedikon. «Bis im Frühjahr 2017 werden die ökologischen Raschelsäcke dann in allen über 850 Coop-Supermärkten für 5 Rappen erhältlich sein», so Meier weiter.

Die Migros zieht ab 1. November nach. Beide Detailhandelsriesen setzen bei der Herstellung ihrer neuen Produkte zu 100 Prozent auf Recyclingmaterial. «Dafür wird Plastik verarbeitet, welcher in unserem Verteilzentrum in Neuendorf als Abfall anfällt. Dieser geschlossene Kreislauf ist aus Sicht der Ressourceneffizienz besonders sinnvoll», sagt Migros-Sprecher Luzi Weber im «Blick».

Verbot gescheitert

Die Säckli sind laut Bericht etwas grösser und dicker. Bei der Migros sollen sie gar mehr aushalten können. «Je nach Belastungsart kann man 4 bis 7 Kilogramm Waren mit ihnen transportieren», wird Weber zitiert.

Ein Verbot des Raschelsäcklis ist 2012 im Parlament gescheitert. Der Nationalrat hat sich im Juni dieses Jahres dafür ausgesprochen, dem Vorschlag der Händler zu folgen, die freiwillig auf den Plastik verzichten wollen. Wenn ein Kunde dennoch ein Säckli will, soll er dafür bezahlen.

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