Abschreiber reisst Alpiq in die roten Zahlen

Die tiefen Preise im Stromgrosshandel zwangen den Energiekonzern Alpiq Anfang Jahr zu einem weiteren Milliardenabschreiber. Das wirkt sich auf das Ergebnis von Alpiq aus.

Der Konzern fordert bessere Rahmenbedingungen für Wasserkraft: Aare-Kraftwerk von Alpiq bei Gösgen.

Der Konzern fordert bessere Rahmenbedingungen für Wasserkraft: Aare-Kraftwerk von Alpiq bei Gösgen.

(Bild: Keystone)

Ein Abschreiber von gut 1 Milliarden Franken hat den Energiekonzern Alpiq 2014 tief in die roten Zahlen gerissen. Der Verlust beläuft sich auf 902 Millionen Franken, wie Alpiq mitteilte. Die Wertberichtigung geht auf den tiefen Strompreis im Grosshandel zurück. Alpiq musste deshalb insbesondere den Wert seiner bisherigen Investitionen in die Schweizer Wasserkraft tiefer ansetzen sowie Rückstellungen vornehmen. Der Umsatz belief sich auf 8,1 Milliarden Fr. nach 9,4 Milliarden im Vorjahr.

Ohne den Abschreiber sowie vor Zinsen und Steuern hätte der Betriebsgewinn (Ebitda) 609 Millionen Fr. betragen und der Reingewinn 145 Millionen. Damit lag der operative EBITDA-Wert 23,5 Prozent tiefer als im Vorjahr.

Trotz des Rückgangs fiel das Ergebnis für den Stromkonzern nach eigenen Angaben besser als erwartet aus. So konnte der Konzern die Kosten senken, wie aus dem Communiqué hervorgeht.

Bessere Rahmenbedingungen bei Wasserkraft

Im Ausblick geht Alpiq davon aus, dass auch das Ergebnis 2015 von den Grosshandelspreisen gedrückt wird. Gründe ortet der Konzern in den hohen Subventionen für Wind- und Solarkraftwerke sowie im tiefen Preis der Primärenergiequellen Öl, Gas und Kohle.

Die erhöhten Wasserzinsen und steigende Abgaben im Inland dürften das Ergebnis zusätzlich belasten. Die Frankenstärke bezeichnet Alpiq aber als kurzfristig verkraftbar. Der Umbau zum umfassenden Energiedienstleister müsse weitergehen, unterstreicht der Konzern. Bei der Wasserkraft müsse die Politik die Rahmenbedingungen verbessern, fordert der Konzern.

kpn/sda

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