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Adoboli wechselt Anwälte aus

Betrugsfall bei der UBS: Der in London angeklagte Händler hat neue Rechtsvertreter engagiert. Ebenfalls in Grossbritannien hat ein fehlbarer UBS-Kundenberater eine happige Strafe erhalten.

Der Milliardenbetrug hatte grosse Wellen geworfen: UBS-Händler Kweku Adoboli (im blauen Pullover) verlässt das Gericht in London. (16. September 2011)
Der Milliardenbetrug hatte grosse Wellen geworfen: UBS-Händler Kweku Adoboli (im blauen Pullover) verlässt das Gericht in London. (16. September 2011)
Keystone

Der britischen Hauptstadt angeklagte UBS-Händler Kweku Adoboli hat heute seine Anwälte ausgetauscht. Gründe dafür nennen die betroffenen Rechtsvertreter nicht. Der Händlerskandal, durch den die UBS 2,3 Milliarden Dollar verlor, hatte im vergangenen September die UBS erschüttert.

Der Betrugsfall hob den damaligen UBS-Chef Oswald Grübel aus dem Chefsessel der grössten Schweizer Bank. Der für den Fall angeklagte Adoboli muss sich zweimal wegen Betrugs und zweimal wegen falscher Kontoführung vor der englischen Justiz verantworten.

Saftige Busse für Kundenberater

Ein Ex-UBS-Kundenberater in London ist von der britischen Finanzaufsichtsbehörde FSA (Financial Services Authority) mit 150'000 Pfund (220'000 Franken) gebüsst worden. Er half einem indischen Kunden bei der Verletzung des Rechts in dessen Heimatland. Laut FSA hat der UBS-Berater zwischen Januar 2006 und Januar 2008 mit einer vorher vorhandenen Investmentstruktur dem Kunden beim Rechtsbruch geholfen. Das Vorgehen widersprach den UBS-Richtlinien, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag meldete.

Die Vergehen des UBS-Bankers seien «bedeutend» gewesen, sagte ein Beamter der FSA, ohne das Delikt näher zu bezeichnen. Laut Reuters hat die FSA dem Mann auch die weitere Ausübung seines Berufs verboten.

SDA/rub

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