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Airbus verkauft sein zehntausendstes Flugzeug

Der Flugzeughersteller hat im vergangenen Jahr doppelt so viele Aufträge wie 2009 erhalten und einen Umsatz von 30 Milliarden Euro erzielt. Trotzdem kämpft der Konzern mit Problemen.

Prominenter Besucher: Frankreichs Präsident Sarkozy am 13. Januar in der Fertigungshalle von Airbus, die im vergangenen Jahr deutlich mehr Maschinen verkauft hat.
Prominenter Besucher: Frankreichs Präsident Sarkozy am 13. Januar in der Fertigungshalle von Airbus, die im vergangenen Jahr deutlich mehr Maschinen verkauft hat.
Keystone

Im 40. Jahr seines Bestehens hat der europäische Flugzeugbauer Airbus mehr als doppelt soviele Verkehrsflugzeuge wie im Vorjahr verkauft und die Marke von 10'000 Bestellungen überschritten. Mit 52 Prozent Marktanteil überflügelte Airbus den US-Rivalen Boeing erneut.

Airbus gab am Montag in Toulouse 574 Bestellungen (2009: 271) und die neue Rekordmarke von 510 Auslieferungen (498) für 2010 bekannt. Für das laufende Jahr setzen die Flugzeugbauer auf einen ähnlichen Erfolg und planen daher die Einstellung von bis zu 3000 neuen Mitarbeitern.

«2010 war alles in allem ein ziemlich gutes Jahr», sagte Airbus-Chef Tom Enders auf der Pressekonferenz. Dank eines Grossauftrags von Sir Richard Bransons Virgin Atlantic über 30 Maschinen des modernisierten Kassenschlagers A320 – die rund sechs Millionen Euro teurere, treibstoffsparende Version A320neo – überschritt Airbus die Rekordmarke von 10'000 Flugzeugbestellungen.

Der Airbus-Umsatz liege nun bei rund 30 Milliarden Euro, erklärte Enders. Den Wert der 574 Bestellungen (nach erfolgtem Abzug von 70 Abbestellungen) bezifferte er auf 74 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: US- Konkurrent Boeing lieferte im vergangenen Jahr 462 Flugzeuge aus (2009: 481) und hatte unterm Strich 530 Bestellungen.

Zu wenig A380-Triebwerke

Beim Verkauf der Langstreckenmaschinen A330/A340 habe es mit 91 verkauften Maschinen einen neuen Höchstwert gegeben, sagte Enders. Die geplanten Auslieferungen des Mega-Fliegers A380 bezifferte er für 2011 angesichts der Probleme beim Trent-900-Triebwerk von Rolls Royce auf «20 bis 25».

Rund 60 Prozent davon würden in der zweiten Jahreshälfte an die Kunden gehen. Die Probleme hätten Auswirkungen bei der Fertigung. Enders: «Zur Zeit fehlen uns 20 Triebwerke.» Erst im kommenden Jahr würde die Fertigungsrate auf drei A380 pro Monat steigen. Die gröbsten A380-Probleme seien aber überwunden, die Entwicklungsphase sei beendet.

Der Start des A320neo sei ausserordentlich gut angelaufen. Auch beim Militärtransporter A400M gehe es voran, nachdem die vier Testmaschinen die ersten 1000 Flugstunden erfolgreich hinter sich gebracht hätten. Die ersten Auslieferungen seien für Anfang 2013 geplant.

Enders erwartet für dieses Jahr aber noch keine Aufträge, da Kunden erfahrungsgemäss erst einmal die Erfahrungen der Referenzkunden abwarteten. Sie seien eine Art Türöffner für den internationalen Markt. Die Zulassung werde zum Jahresende erwartet. Auch der Produktionsstart für den neuen High-Tech-Jet A350, der gegen das Boeing-Konkurrenzprodukt 787 antreten soll, stehe bevor.

SDA/miw

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