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Airbus-Mutter EADS streicht 5800 Stellen

Aus Spargründen wird der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS die Sparten Military, Astrium und Cassidian zusammenlegen. Tausende Stellen werden in den nächsten drei Jahren wegfallen.

Die Sparte wirft immer weniger ab: Angestellte der EADS-Tochter Astrium arbeiten in Bremen an einem Raumtransporter.
Die Sparte wirft immer weniger ab: Angestellte der EADS-Tochter Astrium arbeiten in Bremen an einem Raumtransporter.
Keystone

Der EADS-Konzern, zu dem unter anderem der Flugzeughersteller Airbus gehört, streicht in den nächsten drei Jahren 5800 Stellen. Der Abbau ist Teil des Konzernumbaus, bei dem die schwächelnde Rüstungssparte mit dem Raumfahrtgeschäft zusammengelegt wird.

«Wir müssen unsere Wettbewerbsfähigkeit im Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft steigern - und wir müssen jetzt damit beginnen», sagte EADS-Chef Tom Enders. Enders hatte bereits in den vergangenen Wochen mehrfach harte Einschnitte angekündigt, ohne aber auf Einzelheiten einzugehen.

EADS leidet unter Sparpolitik

In einem Medienbericht war Ende November sogar darüber spekuliert worden, dass von den insgesamt 140'000 Stellen des Konzerns deren 8000 dem Umbau zum Opfer fallen. Nun hat Enders am Montag seine Pläne den Führungskräften des Konzerns mitgeteilt und dann die Arbeitnehmervertreter informiert.

Was dem EADS-Konzern hauptsächlich zu schaffen macht, ist die Sparpolitik der europäischen Regierungen. Diese lassen die Rüstungsbestellungen bei EADS schrumpfen. In dieser Sparte wird es denn auch zum Stellenabbau kommen. An seinen Verkehrsflugzeugen verdient der EADS-Konzern, der sich demnächst in Airbus umbenennen wird, dagegen gut.

Fusion mit BAE gescheitert

Ursprünglich wollte EADS-Chef Enders den Problemen der Rüstungssparte mit Grösse begegnen und EADS mit dem britischen Rüstungsriesen BAE Systems zusammenschliessen. Doch vor allem Deutschlands Regierung stemmte sich gegen die Pläne und das Fusionsprojekt scheiterte.

EADS will nun die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern aufnehmen, um «geeignete Sozialmassnahmen und Lösungen für alle betroffenen Mitarbeiter zu erarbeiten», wie es am Montag hiess. Bis Mitte 2014 sollen die Gespräche abgeschlossen sein.

SDA

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