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Alu-Konzern Alcoa schliesst «besser als erwartet»

Die US-Bilanzsaison ist eröffnet: Der Alu-Konzern aus Pennsylvania präsentiert zum Ende des zweiten Quartals solide Zahlen. Offensichtlich konnte Alcoa die sinkenden Rohstoffpreise kompensieren.

Überrascht die Analysten: US-Aluminiumkonzern Alcoa. (Archivbild)
Überrascht die Analysten: US-Aluminiumkonzern Alcoa. (Archivbild)
Keystone

Der Aluminiumkonzern Alcoa hat zum Auftakt der US-Bilanzsaison mit unerwartet guten Geschäftszahlen geglänzt. Mit einer gestiegenen Produktivität quer durch alle Geschäftsbereiche und einer starke Entwicklung unter anderem in der Sparte Fertigung hätten sinkende Aluminium-Preise aufgefangen werden können, teilte der Branchenprimus am Montagabend mit.

Der Umsatz im zweiten Quartal lag mit 5,85 Milliarden Dollar angesichts der gesunkenen Preise zwar um zwei Prozent unter dem Vorjahr. Analysten hatten für die weltweite Nummer zwei der Branche aber einen deutlicheren Rückgang erwartet.

Gleiches beim Gewinn: Unter dem Strich stand ein auf 119 Millionen Dollar gestiegener Verlust. Unter Herausrechnung von Sonderkosten unter anderem für den Konzernumbau und einen Rechtsstreit stand aber ein Gewinn von 76 Millionen Dollar oder sieben Cent pro Aktie. Auch dies war etwas mehr als von Analysten erwartet.

Dazu trug auch die Sparte Solutions bei, aus der Produkte mit hohen Gewinnspannen wie Verbindungselemente für die Luft- und Raumfahrt, Turbinenschaufeln oder LKW-Felgen kommen.

Steigende Nachfrage erwartet

Für das laufende Jahr bekräftigte Alcoa seine Erwartung, dass die weltweite Aluminium-Nachfrage um sieben Prozent anzieht. Vor allem in den Bereichen Raumfahrt und Transportwesen werde ein starker Bedarf erwartet, hiess es.

Wegen des Preisverfalls hatte Alcoa im Mai einen nochmaligen Abbau seiner Produktionskapazität angekündigt. Weitere elf Prozent – oder 460'000 Tonnen – stünden zur Disposition, hatte es geheissen.

Damit hätte Alcoa dann fast ein Viertel seiner jährlichen Kapazitäten gekappt. Experten gingen gleichwohl von noch weiteren Kürzungen in der Branche aus. Weltmarktführer ist der russische Konzern Rusal.

«Besser als erwartet»

Analysten zeigten sich am Montagabend zufrieden mit der Bilanz und dem Ausblick und verwiesen unter anderem darauf, dass es Alcoa gelungen sei, Schulden zu verringern. Zudem habe es einen positiven freien Cashflow gegeben. «Das sieht viel besser aus als erwartet», sagte etwa der Investment-Berater Alan Lancz.

Der Preis für Aluminium ist in diesem Jahr um 13 Prozent gesunken. Ende Juni war er auf 1758 Dollar je Tonne abgesackt, was nur knapp über dem tiefsten Preis seit annähernd vier Jahren gelegen hatte.

Alcoa legt in den USA traditionell als erster Grosskonzern Quartalszahlen vor. Das Unternehmen zählt aber nicht mehr zu den Leithammeln für die Wirtschaftsentwicklung. Es wird seit rund 50 Jahren im Dow-Jones-Index geführt, ist dort aber inzwischen das mit Abstand kleinste Unternehmen.

Der Alcoa-Aktienkurs ist 2013 um mehr als zehn Prozent gesunken, während der Dow-Jones rund 18 Prozent zugelegt hat. Wegen seiner breitgefächerten Kundschaft etwa aus der Auto-, Luftfahrt- und Elektronik-Branche werden Alcoas Quartalszahlen aber immer noch aufmerksam verfolgt.

SDA/chk

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