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Anglo Irish Bank macht historischen Verlust

Das Finanzinstitut hat heute den höchsten Firmen-Verlust der irischen Geschichte bekannt gegeben. 2010 verlor die Bank 17,7 Milliarden Euro. Der Börsenhandel mit weiteren Banken-Papieren wurde ausgesetzt.

Symbol für den wirtschaftlichen Niedergang Irlands: Filiale der Anglo Irish Bank in Dublin.
Symbol für den wirtschaftlichen Niedergang Irlands: Filiale der Anglo Irish Bank in Dublin.
Keystone

Die Verluste der verstaatlichten Anglo Irish sind für fast einen Drittel der irischen Staatsschulden verantwortlich. Irland sieht sich deshalb auch in seiner Ansicht bestätigt, dass Anglo das gesamte irische Bankensystem mitgerissen hätte, hätte man die Bank im Jahr 2008 zusammenbrechen lassen.

Anglo-Irish-Vorstandschef Mike Aynesley glaubt, dass der Staat nach den bereits gegebenen 29,3 Milliarden Euro keine weiteren Gelder in die Bank pumpen wird müssen. Irland plant, die Anglo Irish zu schliessen und hat deren Einlagen bereits auf andere Banken verteilt.

Die Bestätigung der bereits am 8. Februar veröffentlichten - und nach einer Prüfung kaum veränderten - Verlustzahlen kam wenige Stunden vor der Veröffentlichung der irischen Bankenstresstests, die vier andere Banken, nicht aber die Anglo Irish betreffen. Es wurde vermutet, dass die Tests ergaben, dass sie weitere Milliarden an Unterstützung brauchen.

Bankaktien vom Handel ausgesetzt

Irland setzte deshalb heute die Aktien von zwei Banken vom Handel aus. Betroffen waren die Bank of Ireland und die Allied Irish Banks. In einer gemeinsamen Erklärung der Irish Stock Exchange und der irischen Zentralbank hiess es, die 24-stündige Aussetzung sei notwendig, um Marktunruhen wegen falscher Gerüchte zu verhindern. Schon am Mittwoch war die Aktie einer weiterten irischen Bank, der Irish Life & Permanent, vom Handel ausgesetzt worden. Der Handel mit den Aktien aller drei Banken sollte morgen wieder aufgenommen werden.

(dapd)

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