Banken steigen bei der früheren Berner Börse aus

Die Börse Stuttgart übernimmt von den Banken die Mehrheit an der BX Swiss – der ehemaligen Berner Börse.

Die Börse Stuttgart (Archivbild) soll die BX Swiss im 2018 vollständig übernehmen.

Die Börse Stuttgart (Archivbild) soll die BX Swiss im 2018 vollständig übernehmen.

(Bild: Keystone)

Der Abnabelungsprozess geht weiter: Die BX Swiss, früher bekannt als Berner Börse, gehört neuerdings mehrheitlich der Börse Stuttgart. Das haben die beiden Unternehmen bekannt gegeben. Bislang hielten auf dem Platz Bern vertretene Banken die Mehrheit an der Berner Börse. Dazu gehören UBS, Credit Suisse, die Berner Kantonalbank, die ­Valiant-Bank, Julius Bär und die Stadtberner DC Bank.

Banken steigen 2018 ganz aus

Die Banken sind bei der Berner Börse ausgestiegen oder werden dies spätestens im nächsten Jahr tun. Fest steht: Die Berner Kantonalbank BEKB ist bereits jetzt ganz ausgestiegen, wie BEKB-Sprecher Florian Kurz auf Anfrage erklärt. Ebenso die Valiant-Bank und die DC Bank, welche den Bernburgern gehört.

Laut­ ­Peter Heller, dem Präsidenten von BX Swiss, ist vorgesehen, dass die Börse Stuttgart im 2018 die BX Swiss vollständig übernehmen wird. Mit dem ­Bankenplatz Bern hat die BX Swiss damit immer weniger zu tun. Bereits Ende 2016 verlegte sie ihre operative Tätigkeit und die Arbeitsplätze ihrer drei Mitarbeiter nach ­Zürich. Nur der ­juristische Sitz blieb in Bern. Das soll auch künftig so bleiben.

Steigende Informatikkosten

Peter Heller erklärt den Grund für die Transaktion wie folgt: «Der Auslöser war, dass wir eine neue technische Plattform ­suchen. Und die Börse Stuttgart verfügt über eine, die unseren ­Bedürfnissen entspricht.» Strategisch habe sich die Börse Stuttgart als Anlegerbörse für Private entwickelt. Diesen Weg wolle die BX Swiss auch gehen. «Die BX Swiss hat dank dieser Kooperation die bessere Zukunft als bei einem Alleingang», betont er.

Derzeit sind vor allem Immobilienunternehmen an der BX Swiss kotiert. Es gelang ihr aber nie, sich als Vorhof für einen Gang an die Schweizer Börse zu etablieren. Die Minder-Initia­tive, welche den börsenkotierten Unternehmen zusätzliche Pflichten auferlegte, hat dies noch schwieriger gemacht.

sny

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