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Banken zieht es nach Libyen

Das islamische Bankwesen eröffnet krisengebeutelten Finanzinstituten neue Geschäftsmöglichkeiten. Nach dem Sturz Muammar Ghadhafis kämpfen die Banken jetzt um den Markteintritt.

Internationale Banken wittern im islamischen Finanzwesen gute Geschäftsmöglichkeiten und prüfen deshalb jetzt auch den Einstieg in Libyen. Der Nationale Übergangsrat Libyens will im Zuge der Neuordnung des Landes auch das Finanz- und Bankensystem per islamisches Gesetz (Scharia) regeln.

Credit Agricole sucht Geschäft mit Libyen

Unter der Regentschaft von Diktator Ghadhafi waren ausländische Banken im Grunde verboten. Nur zwei Finanzinstitute waren zugelassen: die Sahara Bank und die jordanische Arab Bank. Gespräche libyscher Finanzpolitiker mit der französischen Credit Agricole blieben in der Vergangenheit stets ohne Erfolg. «Jetzt hat die Bank die Gespräche wieder aufgenommen, um nach islamischem Recht Geschäfte zu machen, so wie auch einige andere Banken», bestätigt der Handelsdelegierte der Schweizer Botschaft in Libyen, Hassan Mohammed. Darunter befinden sich Grossbanken wie HSBC, Deutsche Bank, BNP Paribas, JP Morgan oder Goldman Sachs. Schweizer Banken seien nicht dabei.

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