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Bioprodukte werden günstiger

Der Kampf der grossen Schweizer Detailhändler ist voll entbrannt: Die Migros macht mit Aktionen auf ihr neues Biolabel aufmerksam. Coop hat bereits reagiert – und ebenfalls die Preise für einige Bioartikel herabgesetzt.

Werden günstiger: Die Bioprodukte der grossen Schweizer Detailhändler.
Werden günstiger: Die Bioprodukte der grossen Schweizer Detailhändler.
Keystone

In 27 Migros-Filialen in der ganzen Schweiz sind Biomarktstände geplant. Dort preisen sogar echte Biobauern die Erzeugnisse ihres Hofs an. In der Migros Bläuacker in Köniz etwa steht noch bis morgen ein solcher Stand. Vom 6.bis am 8.Mai sollen auch in der Migros im Shoppyland in Schönbühl und im Westside-Migros Stände aufgestellt werden. Vom 12. bis am 15.Mai folgt die Filiale in Worb.

Hintergrund des breit angelegten Werbeanlasses ist, dass die Migros den Biotrend entdeckt hat. Coop, der ewige Zweite im Schweizer Detailhandel, hat in diesem Bereich die Nase vorn. Mit einem Marktanteil von 50 Prozent ist er der unbestrittene Führer im Biomarkt. Die Migros kommt lediglich auf 25 Prozent. Coop ist auch Pionier. Bereits 1993 hat er seine Naturaplan-Linie lanciert. Die Migros dagegen hielt sich lange Zeit zurück. Das soll sich nun ändern.

Aufholjagd

Vor zwei Wochen hat der orange Riese ein frisches Biologo und neue Verpackungen eingeführt. Mit zahlreichen Aktionen macht er seither auf sein Sortiment aufmerksam, das dieses Jahr laufend erweitert wird. So ist die jüngste Ausgabe des «Migros-Magazins» praktisch nur diesem Thema gewidmet. Gleichzeitig wirbt die Migros mit Preisabschlägen auf Bioprodukte.

Diese Aktionen will der Migros-Genossenschaftsbund aber nicht als Kampfansage an Coop verstanden wissen: «Die Preisoffensive ist vielmehr eine logische Weiterführung unserer Strategie», sagt Mediensprecherin Monika Weibel.

Sicher ist, dass am Ende die Kundinnen und Kunden profitieren werden. Denn Coop hat bereits nachgezogen und bietet nun seinerseits mehrere Bioartikel günstiger an. «Grundsätzlich gilt, dass bei Coop vergleichbare Produkte nicht teurer sind als in der Migros», sagt Sprecherin Denise Stadler. Auch sie betont, es gehe nicht darum, eine Preisspirale in Gang zu setzen.

Bauern sind skeptisch

Dennoch deutet alles auf sinkende Preise hin. Werden die Bioproduzenten den Druck zu spüren bekommen? Die Biobauern nehmen das grosse Interesse «grundsätzlich positiv» auf, wie die Mediensprecherin von Bio Suisse, Jacqueline Forster-Zigerli, sagt. «Doch es darf nicht zu einem Konkurrenzkampf kommen, unter dem die Bauern leiden. Wir verfolgen die Entwicklung deshalb aufmerksam.»

BZ/mjc

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