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BP findet Hilfe in Russland

Die Ölpest im Golf von Mexiko brachte BP in finanzielle Not. Mit einem milliardenschweren Abkommen kommt der britische Ölkonzern zu frischem Kapital – und zu neuen Ölquellen.

Gemeinsam an die russische Arktisküste: BP-Chef Bob Dudley (links) und Rosneft-Präsident Eduard Khudainatov.
Gemeinsam an die russische Arktisküste: BP-Chef Bob Dudley (links) und Rosneft-Präsident Eduard Khudainatov.
Keystone

Der britische Ölkonzern BP und der staatliche russische Konzern Rosneft haben einen Vertrag über die gemeinsame Erschliessung von Ölfeldern vor der russischen Arktisküste unterzeichnet. Nördlich von Sibirien wollen die beiden Unternehmen Ölvorkommen auf dem Kontinentalschelf anzapfen. Das erste Projekt soll in der Karasee starten, wie am Freitag in London mitgeteilt wurde.

Besiegelt wurde die Kooperation durch einen Aktientausch. Dadurch bekommt Rosneft einen Anteil von fünf Prozent an BP. Im Gegenzug erhält BP 9,5 Prozent der Rosneft-Aktien. Der Rosneft-Vorsitzende und stellvertretende russische Ministerpräsident Igor Setschin erklärte, das Geschäft habe einen Wert von rund acht Milliarden Dollar.

Kritik aus den USA

Die Ankündigung der britisch-russischen Kooperation wurde in den USA, wo BP im vergangenen Jahr durch die Ölpest im Golf von Mexiko in die grösste Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes verwickelt war, argwöhnisch getrachtet. Zur Begleichung der Schadenersatzforderungen musste BP schon Unternehmensteile verkaufen. Durch die Kooperation mit Rosneft hat BP nun Zugriff auf frisches Kapital. Zudem hat der Konzern Alternativen, sollte die Ölförderung im Golf von Mexiko durch Auflagen schwieriger werden.

Der US-Abgeordnete Edward J. Markey forderte, es müsse geprüft werden, ob die Kooperation die nationale Sicherheit der USA beeinträchtige.

dapd/mrs

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