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Chinesischer Apple-Produzent verlegt Jobs

Der Elektronikhersteller Foxconn hatte nach einer Selbstmord-Serie die Löhne kräftig angehoben. Nun schaut sich die Firma nach billigeren Standorten um.

Arbeiten wie die Bienen: Produktion von Elektrokomponenten bei Foxconn in der Sonderwirtschaftszone Shenzhen.
Arbeiten wie die Bienen: Produktion von Elektrokomponenten bei Foxconn in der Sonderwirtschaftszone Shenzhen.
Reuters

Laut einem Bericht der «Financial Times» will Foxconn mit Hauptsitz in Taiwan einen Teil der Produktion in die zentralchinesische Provinz Henan sowie nach Tianjin im Norden des Landes verlegen. Bei ihren Informationen beruft sich die «Financial Times» auf Konzernkreise. Auch die Zeitung «China Daily» berichtete von Plänen Foxconns, Investitionen und die Produktion in Tianjin auszubauen. Das Unternehmen wollte die Berichte auf Anfrage zunächst nicht bestätigen.

Foxconn hatte nach einer Selbstmordserie von Beschäftigten seines Werkes in der Sonderwirtschaftszone Shenzhen angekündigt, die Löhne dort zum Oktober um knapp 70 Prozent anzuheben. Ein Arbeiter soll dann im Monat 2000 Yuan (244 Euro) verdienen. In dem Werk, das ausser für Apple auch für Nokia, Hewlett-Packard oder Dell produziert, nahmen sich seit Beginn des Jahres zehn Beschäftigte das Leben. Nach der von Foxconn angekündigten Lohnerhöhung wurde auch der offizielle Mindestlohn in Shenzhen um bis zu 22 Prozent angehoben. Der monatliche Mindestlohn in der Sonderwirtschaftszone soll nach offiziellen Angaben ab Juli 1100 Yuan (knapp 135 Euro) betragen.

Arbeitsrechtsorganisationen hatten für die Suizide unter den Foxconn-Beschäftigten schlechte Arbeitsbedingungen bei niedrigen Löhnen verantwortlich gemacht. Die Selbstmorde schürten bei den Regierungsverantwortlichen Angst vor sozialen Unruhen. China konnte bislang vor allem aufgrund seiner niedrigen Löhne als Produktionsstandort auftrumpfen.

AFP/cpm

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