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Das sagt die Schweizer Amag zur VW-Affäre

Nachdem sich die VW-Abgasaffäre massiv ausgeweitet hat, stellt sich die Frage nach den Auswirkungen auf die Modelle in der Schweiz.

«Betroffen ist ein besonderer Motorentyp»: Morten Hannesbo, CEO des Schweizer VW-Importeurs. (Archiv)
«Betroffen ist ein besonderer Motorentyp»: Morten Hannesbo, CEO des Schweizer VW-Importeurs. (Archiv)
Keystone

Volkswagen verkauft in der Schweiz von allen Herstellern am meisten Autos. Das Modell Golf gehört seit Jahren zu den bestverkauften Fahrzeugen. Auch andere Typen wie Polo, Touran und Passat sind Verkaufsschlager.

Mit dem Abgasskandal, der sich heute dramatisch ausgeweitet hat – 11 Millionen Fahrzeuge weltweit sind betroffen –, fragt sich nun natürlich jeder VW-Besitzer, ob auch sein Auto mit falschen Abgaswerten verkauft wurde.

Livio Piatti, VW-PR-Manager bei Amag sagt dazu: «Aktuelle Fahrzeuge, welche die neue Abgasnorm EU 6 erfüllen, sind nicht betroffen. Betroffen ist ein besonderer Motorentyp. Ob dieser auch in Fahrzeugen eingebaut ist, die in der Schweiz zirkulieren, klären wir ab. Wir hoffen, im Verlauf des Nachmittags mehr darüber sagen zu können.»

Dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) liegen bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Indizien vor, wonach auch VW-Modelle in der Schweiz von der Abgas-Affäre betroffen sind. Die Situation werde jedoch genau analysiert und das Bundesamt stehe in engem Kontakt mit den ausländischen Behörden, sagte ASTRA-Sprecher Thomas Rohrbach auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Rückstellung für «notwendige Servicemassnahmen»

Nach Angaben des Volkswagen-Konzerns vom Dienstag ist die Software zur Manipulation von Abgaswerten weltweit in 11 Millionen Fahrzeugen eingebaut. Wegen der Affäre stellt VW nun 6,5 Milliarden Euro zurück. Die Rückstellung erfolge noch im laufenden Quartal für «notwendige Servicemassnahmen» und weitere Anstrengungen, um das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen, teilte VW am Dienstag mit. Die Ergebnisziele für das Jahr 2015 würden «dementsprechend angepasst».

Die US-Umweltbehörde EPA hatte am Freitag bekannt gegeben, dass Volkswagen eine Software entwickelt hat, mit der Vorgaben zur Luftreinhaltung zwar bei Tests, nicht aber beim normalen Betrieb der Dieselautos erfüllt wurden. Die Dieselfahrzeuge stiessen folglich im regulären Strassenverkehr mehr gesundheitsschädliche Stickoxide aus als erlaubt.

VW erwägt «technische Massnahmen»

«Auffällig» seien Motoren vom Typ EA 189, teilte Volkswagen mit. Bei diesem Motortyp sei eine «auffällige Abweichung zwischen Prüfstandswerten und realem Fahrbetrieb» festgestellt worden. Volkswagen arbeite daran, diese Abweichungen «mit technischen Massnahmen» zu beseitigen. Die beanstandete Software beeinflusse aber weder Fahrverhalten, Verbrauch noch Emissionen.

An der Börse kamen die Neuigkeiten gar nicht gut an. Die Titel verloren in Frankfurt umgehend nach der Meldung zeitweise über 20 Prozent. Bereits am Vortag hatten die Papiere rund ein Fünftel ihres Werts eingebüsst.

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