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Easyjet-Chef verzichtet auf Zehntausende von Franken

Der Schwede Johan Lundgren will nicht mehr verdienen als seine Vorgängerin. Zudem will er mehr Frauen im Cockpit des britischen Billigfliegers.

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Beim Billigflieger Easyjet sollen bald mehr Frauen im Cockpit sitzen. In zwei Jahren solle mindestens jeder Fünfte neu eingestellte Pilot weiblich sein.
Beim Billigflieger Easyjet sollen bald mehr Frauen im Cockpit sitzen. In zwei Jahren solle mindestens jeder Fünfte neu eingestellte Pilot weiblich sein.
Philippe Huguen, AFP
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Nach heftiger Kritik an den grossen Gehaltsunterschieden zwischen Männern und Frauen beim britischen Billigflieger Easyjet verzichtet der neue Chef Johan Lundgren auf 34'000 Pfund (ca. 45'000 Franken) jährlich. Er werde dasselbe Gehalt beziehen wie seine Vorgängerin Carolyn McCall, nämlich 706'000 Pfund (ca. 930'000 Franken), teilte Easyjet am Montag mit. Ausgehandelt hatte der Schwede Lundgren eigentlich ein Jahressalär von 740'000 Pfund.

Die Boni blieben gleich – McCall wie Lundgren können zusätzlich fast 1,5 Millionen Pfund (ca. 1,9 Millionen Franken) im Jahr bekommen. Die Regierung hatte kürzlich unter Berufung auf Unternehmensangaben von Easyjet festgestellt, dass Frauen im Schnitt 51,7 Prozent weniger bekommen als Männer bei der Airline. Damit gehört Easyjet zu den britischen Unternehmen, wo der Gehaltsunterschied am grössten ist.

Mehr Frauen im Cockpit

Lundgren erklärte am Montag, er wolle das Ziel des Unternehmens, bis 2020 mindestens 20 Prozent Pilotinnen zu beschäftigen, noch übertreffen. Weltweit seien derzeit nur etwa vier Prozent der kommerziellen Piloten Frauen, bei Easyjet seien es fünf Prozent.

Rund jede dritte Pilotin im Unternehmen habe den Rang einer Flugkapitänin. Im vergangenen Jahr stellte Easyjet den Angaben zufolge 49 Pilotinnen und mehr als 320 Piloten ein.

Die britische Regierung hatte im April 2017 beschlossen, dass grössere Unternehmen im Land eine Reihe von Daten zur Bezahlung von Männern und Frauen veröffentlichen müssen. Diese Pflicht gilt für Firmen mit mehr als 250 Beschäftigten. Sie müssen die Informationen bis April dieses Jahr herausrücken.

(AFP)

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