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«Ich bin stolz, dass wir dem Druck standhielten»

Der Sika-Streit ist zu Ende. Wie sind Sie mit der Einigung zufrieden?

Sika verliert nicht nur den Ankeraktionär, die Erbenfamilie Burkard, sondern auch jeglichen Übernahmeschutz, wie das Recht, Stimmrechte zu beschneiden. Sie riskieren dadurch eine feindliche Übernahme.

Die Zinsen bleiben tief, viele Firmen schwimmen im Geld. Chinesische Staatsfirmen haben schon grössere Schweizer Unternehmen geschluckt – Beispiel Syngenta. Sika wäre in diesem Umfeld eine beliebte Braut.

Mit Saint-Gobain haben Sie einen neuen Grossaktionär. Er wird 10 Prozent der Stimmen haben und kann entsprechend Einfluss nehmen. Stört Sie das nicht?

Was bringt das Aktienpaket Saint-Gobain überhaupt?

Saint-Gobain-Chef Pierre-André de Chalendar hat betont, dass er nach der Einigung die Zusammenarbeit mit Sika vertieft. Was heisst das?

2014 überraschten die Familienaktionäre der Sika die Geschäftsleitung mit ihrem Plan, ihre Aktienmehrheit an den französischen Konzern Saint-Gobain zu verkaufen.
Sika-CEO Jan Jenisch und die übrigen Aktionäre mobilisierten sich gegen den Verkauf. Bei einer GV versuchten sie eine Opting-out-Klausel aus ihren Statuten zu entfernen.
Die Familie Burkard wird sich aus dem Geschäft zurückziehen können.
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Welche Rolle hat die Familie bei der Lösungsfindung gespielt?

Also kam Saint-Gobain auf Sie zu?

An der Generalversammlung vom 17. April war die Stimmung wie gewohnt feindlich. Nichts deutete auf eine Einigung hin. War das nur noch Fassade?

Wie lange dauerte der Einigungsprozess?

Eigentlich hätte man in diesen Tagen das Urteil des Zuger Obergerichts zur Stimmrechtsbeschwerde der Familie erwartet.

Sie standen über drei Jahre stark unter Druck, wurden als Putschist bezeichnet, die Erbenfamilie drohte Sie einzuklagen. Wie hat Sie das getroffen?

Gibt es bei Sika demnächst ein Fest?