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Folag meldet Insolvenz an – 145 Mitarbeiter verlieren Stelle

Die Währungskrise und der Margendruck machten dem exportorientierte Unternehmen seit 2011 zu schaffen. Jetzt steht die Folag AG vor dem Konkurs.

Hoffnung auf Übernahme von Kernteilen der Produktion: Werk der Folag AG.
Hoffnung auf Übernahme von Kernteilen der Produktion: Werk der Folag AG.
Facebook/Folag AG

Der Verpackungsspezialist Folag AG mit Standorten in Sempach LU und Burgdorf BE hat Insolvenz angemeldet. Die 145 Mitarbeiter der Folag AG verlieren ihre Stelle. Ziel ist die Rettung von 50 bis 60 Arbeitsplätzen.

Gespräche zur Übernahme von Kernteilen der Produktion und eines Teils der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Folag AG aus der Insolvenz durch eine Auffanggesellschaft seien im Gang, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Das exportorientierte Unternehmen kämpfte seit 2011 gegen anhaltende Schwierigkeiten im Euroraum, die Währungskrise, zunehmenden Margendruck sowie die «enorm gestiegenen Rohstoffpreise», heisst es.

«Schwerer Schlag»

Für Geschäftsführer Erich Steiner ist die Betriebsschliessung laut Mitteilung «ein schwerer Schlag für die Regionen Sempach und Burgdorf als Produktions- und Arbeitsstandorte». Mit dem Konkurs gehe ein Traditionsunternehmen, das 1969 aufgebaut wurde, unter.

Als exportorientiertes Unternehmen ist die Folag AG seit 2011 von den Schwierigkeiten im Euroraum und seit Januar vom Währungsschock und dem dadurch bedingten Margennachlass betroffen. Zum Konkurs führte schliesslich die Preisentwicklung bei den Rohstoffen.

Steigende Preise, künstliche Verknappung

Allein zwischen März und Juli 2015 seien die Preise um 50 Prozent gestiegen, heisst es in der Mitteilung weiter. Dies sei in den letzten 50 Jahren seit Bestehen der Kunststoffindustrie noch nie vorgekommen.

Hinzu kam eine künstliche Verknappung, die dazu führte, dass nur noch ein Teil der für die Produktion benötigten Rohstoffe verfügbar war. Dadurch konnte die Folag AG rund 25 Prozent der bereits vorhandenen Aufträge nicht mehr ausführen.

Da das Unternehmen bereits ohne grosse Substanz in die aktuelle Wirtschaftskrise hineingeraten sei, habe es nun auf die anhaltend negativen Entwicklungen reagieren müssen, heisst es in der Mitteilung.

SDA

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