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Gewinn der Deutschen Bahn dramatisch eingebrochen

Die Lokführer-Streiks haben Spuren hinterlassen: Der Gewinn der Deutschen Bahn ist im ersten Halbjahr um 39 Prozent eingebrochen.

Ein Minus von 39 Prozent: Der Gewinn der Deutschen Bahn ist massiv eingebrochen. (5. November 2014)
Ein Minus von 39 Prozent: Der Gewinn der Deutschen Bahn ist massiv eingebrochen. (5. November 2014)
Keystone

Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr 2015 massiv weniger Gewinn verzeichnet. Unterm Strich belief sich das Ergebnis nach Ertragsteuern auf 391 Millionen Euro, ein Minus von rund 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie der Staatskonzern am Dienstag in Berlin mitteilte.

Der Umsatz erhöhte sich minimal um 1,3 Prozent auf 20 Milliarden Euro. Die ersten sechs Monate des Jahres seien unter anderem von «massiven Streiks» der Lokführergewerkschaft GDL geprägt gewesen, die auch in der Bilanz «Spuren hinterlassen haben», sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube.

Die Streiks haben die Deutsche Bahn insgesamt rund 500 Millionen Euro gekostet. Durch die Ausstände fehlten allein im Ergebnis des ersten Halbjahrs 2015 mehr als 250 Millionen Euro, so Grube. Dem Unternehmen seien durch die «grösste und folgenschwerste Tarifauseinandersetzung» in der Geschichte «wichtige Einnahmen» entgangen.

Neun Streiks in neun Monaten

Die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hatten zwischen September 2014 und Mai 2015 insgesamt neun Mal gestreikt – zunächst nur für mehrere Stunden, dann aber auch mehrere Tage lang. Millionen Pendler mussten umplanen, Unternehmen verlagerten den Transport wichtiger Güter von der Schiene auf die Strasse. Neben den entgangenen Einnahmen musste die Bahn Kosten für die Umplanung von Zug- und Dienstplänen und die Entschädigung von gestrandeten Reisenden verkraften.

Der Tarifkonflikt mit der GDL war letztlich in einer Schlichtung beigelegt worden. Anfang Juli verständigten sich beide Seiten auf ein Gesamtpaket mit Lohnerhöhungen, Regelungen zur Entlastung der Mitarbeiter und einer langfristigen Perspektive der GDL als Tarifpartner der Deutschen Bahn.

AFP/pat

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