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Gewinnwarnung lässt Ypsomed-Aktienkurs tauchen

Gemäss der Wirtschaftszeitung Finanz und Wirtschaft bereitet die Burgdorfer Medizinaltechnikfirma Ypsomed ihre Anleger auf schwächere Resultate vor.

Verzögerungen im Geschäft mit Injektionspens sind einer der Gründe, weshalb die Ypsomed-Führung lieber vorsichtige Prognosen zum Gewinn abgibt.
Verzögerungen im Geschäft mit Injektionspens sind einer der Gründe, weshalb die Ypsomed-Führung lieber vorsichtige Prognosen zum Gewinn abgibt.
Felix Gerber

Der Aktienkurs des Medizinaltechnikers Ypsomed ist am Mittwoch zum Handelsstart deutlich abgesackt. Hintergrund ist ein Artikel der «Finanz und Wirtschaft» mit der Kernaussage, die Burgdorfer würden wohl mit einer Gewinnwarnung an die Finanzgemeinde herantreten.

Ypsomed mag den Inhalt des Artikels zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigen, noch dementieren. Bis 10 Uhr fielen die Ypsomed-Aktien um 8,2 Prozent auf 150 Franken zurück, dabei waren die gehandelten Volumina sehr hoch. Der Gesamtmarkt (SPI) stand gleichzeitig 0,5 Prozent tiefer.

Das Ypsomed-Management bereitet die Anleger auf schwächere Resultate vor, schrieb die FuW am Mittwoch. Als Grund habe Ypsomed-Chef Simon Michel vergangenen Freitag an einem Mediengespräch die Unsicherheiten im Marktaufbau für die eigene Insulinpumpe Ypsopump sowie Verzögerungen im Geschäft mit Injektionspens angeführt.

«Wir haben verschiedene Kunden, die auf Patentstreitlösungen oder auf Marktzulassungen warten», wird Michel zitiert. «Die Pen-Lancierungen sind schwierig abzuschätzen. Deswegen werden wir im Mai eine Bandbreite als Guidance angeben.»

In zwei Jahren, im Geschäftsjahr 2019/20 (per Ende März), könne der operative Gewinn auf Stufe Ebit sogar geringer ausfallen als im laufenden, so der Artikel weiter. Bislang war das Management von stets höheren operativen Gewinnen in jedem der nächsten drei Geschäftsjahre ausgegangen.

In dem neuen Ausblick dürfte laut dem Artikel der Ebit 2019/20 aber in Richtung 40 Millionen Franken sinken. Gemäss dem früheren Ausblick hätte der Überschuss aber nur gegen 60 Millionen Franken sinken und dann 2020/21 in Richtung 100 Millionen Franken steigen sollen.

Ein Ypsomed-Sprecher wollte auf Anfrage der Finanznachrichtenagentur AWP den Inhalt des Artikels weder bestätigen, noch dementieren. Er verwies auf die letzte «offizielle» Guidance, welche im November ausgegeben wurde. Das Unternehmen werde aber zu einem späteren Zeitpunkt eine Stellungnahme abgeben - nach Möglichkeit noch im Laufe des Tages.

SDA/mb

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