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Grübel setzt auf starke Börsenerholung

Der ehemalige Credit Suisse-Chef glaubt, dass die Aktienmärkte den Tiefpunkt erreicht haben und sieht jetzt grosses Aufholpotential.

«Die meisten Aktienmärkte notieren rund 50 Prozent tiefer als zu Jahresbeginn. Dies zeigt, dass die Liquidation zum Grossteil bereits stattgefunden hat», sagt der ehemalige Konzernchef der Grossbank Credit Suisse im Interview mit der «Handelszeitung». «Wenn man vom Taxifahrer erfährt, dass man Goldmünzen kaufen sollte, können Sie fast mit hundertprozentiger Sicherheit davon ausgehen, dass die Märkte vorerst Boden gefunden haben.»

30 Prozent oder mehr

Verzweifelten Anlegern macht er Hoffnung: «Ich erwarte, dass der Markt in den nächsten sechs bis neun Monaten 30 Prozent oder mehr steigen wird.» Zwar ist Grübel überzeugt, dass viele Hedge-Fonds untergehen und weitere Banken gerettet werden müssen, doch glaubt er: «Wir sind so stark erschrocken, dass uns alles, was noch kommt, weniger erschrecken wird.» Der Interbankenmarkt werde wieder in Gang kommen. «Dann wird die Welt normaler sein. Deshalb bin ich optimistisch.»

Dennoch ärgert sich Grübel darüber, dass sowohl die UBS als auch die CS frisches Kapital besorgen mussten. «Das hätte man vermeiden können», kritisiert er. «Die Bilanz hätte seit einem Jahr reduziert werden können, dann wäre eine Kapitalaufnahme nicht notwendig gewesen.» Auch bei der UBS habe das Management, der Verwaltungsrat und die Bankenaufsicht die Lage von Anfang an immer wieder falsch eingeschätzt. «Das sollte einfach nicht passieren.»

Starker Franken als Vertrauensbeweis

Um den Finanzplatz hat Grübel keine Angst. «Der starke Franken zeigt, dass der Finanzplatz Schweiz als Gewinner aus der Krise hervorgehen kann.»

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