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Kursfeuerwerk in Asien

Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte haben nach den dramatischen Verlusten vom Vortag wieder deutlich zugelegt. Der Nikkei-Index schloss mit einem Plus von 6,4 Prozent.

Zeit für Entspannung: Ein philippinischer Börsenhändler.
Zeit für Entspannung: Ein philippinischer Börsenhändler.
Keystone

Die Investoren gingen in Asien auf Schnäppchenjagd und stiegen vor allem bei den zuletzt stark verbilligten Aktien von Autobauern und Technologieunternehmen ein. In Tokio kletterte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in einer Schlussrally um 6,4 Prozent und 7621 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um gut 5 Prozent auf 784 Zähler.

Die Börse in Seoul legte um knapp 5,6 Prozent zu, der Hang-Seng-Index in Hongkong tendierte gegen Ende des Handelstages bei 10 Prozent im Plus.

Aktien «ziemlich billig»

«Eine wachsende Zahl von Investoren fängt an, die japanischen Aktien für ziemlich billig zu halten», sagte ein Börsenhändler. «Die Handelszahlen gehen hoch.» Allein am Vormittag wechselten 1,26 Milliarden Aktien den Besitzer - in der vergangenen Woche waren es durchschnittlich rund 986,5 Millionen Anteilsscheine gewesen.

Der Nikkei-Index hat seit Jahresbeginn die Hälfte seines Wertes eingebüsst. Zum Wochenauftakt stürzte er um mehr als 7 Prozent auf den Stand des Jahres 1982 ab.

Zu den Tagesgewinnern zählten Aktien des Autoherstellers Honda, der nach Börsenschluss einen Gewinneinbruch im ersten Halbjahr vorlegte, seine Jahresprognose aber nur leicht zurückschraubte. Honda-Anteile verteuerten sich um 14 Prozent, die Aktien der Konkurrenten Toyota und Nissan um knapp 8 und 5 Prozent.

Der Kurs der Elektronikanbieter Panasonic und Sanyo schnellte um 12 und knapp 23 Prozent in die Höhe, Sony-Anteile verteuerten sich um 9,6 Prozent.

Bankenhilfe ohne Wirkung

Die Banken profitierten nicht von dem Aufschwung: Aktien des grössten Finanzinstituts Mitsubishi UFJ Financial verloren am Tag nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung um rund 13 Mrd. Fr. erneut 5,5 Prozent.

Die Anteilsscheine der Nummer zwei und drei der Branche, Mizuho und Sumitomo Mitsui Financial, gingen mit einem Abschlag von 6,5 und 13 Prozent aus dem Handel.

Das von der Regierung am Montag angekündigte Massnahmenbündel habe keine Wirkung gezeigt, meinten Händler. «Das war besser als nichts, aber die Massnahmen sind kurzfristig angelegt und es fehlt dabei jede Idee, wohin die Regierung die Wirtschaft mittel- bis langfristig führen will», sagte Takahiko Murai von Nozomi Securities.

Yen gestoppt

Der Aufwind am Aktienmarkt stoppt auch den Anstieg der japanischen Währung, die zum Dollar fast zwei Prozent auf 94,50 Yen verlor. Auch zum Euro gab der Yen nach. Die Gemeinschaftswährung weitete ihre Gewinne um mehr als vier Prozent auf rund 120 Yen aus.

Am Vortag hatten die sieben führenden Industriestaaten ihre Bereitschaft signalisiert, am Devisenmarkt einzugreifen, um den Höhenflug des Yen zu beenden.

sda/ap/vin/oku

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