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Leere Betten in den Wintersportorten

Düstere Aussichten für die Schweizer Tourismusbranche: Nach rekordhohen Logiernächten von Anfang Jahr bis August sind die Aussichten auf die Wintersaison alles andere als rosig.

Schönes Wetter, flaues Geschäft: Die Tourismusbranche geht mit tiefen Erwartungen in die Saison.
Schönes Wetter, flaues Geschäft: Die Tourismusbranche geht mit tiefen Erwartungen in die Saison.
Keystone

Bereits in der kommenden Wintersaison dürfte die Zahl der Hotelübernachtungen um 2,4 Prozent zurückgehen. Die Binnennachfrage wird um 1,6 Prozent zurückgehen, jene der ausländischen Gäste gar um 2,9 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und BAK Basel Economics am Montag mitteilten.

Finanzkrise kommt mit Verspätung in den Hotels an

Nach dem bisher besten Jahr aller Zeiten rechnet der Branchenverband, dass sich die internationale Finanzkrise und die daraus folgenden Auswirkungen auf die Wechselkurse sich in deutlich sinkenden Übernachtungszahlen zeigen wird. Schweiz Tourismus geht davon aus, dass die Krise die Hotels erst mit vier- bis sechsmonatiger Verzögerung erreichen wird.

Im Moment seien die Effekte der Finanzkrise noch kaum zu spüren. Der Buchungsstand sei vor allem während Weihnachten und Neujahr noch gut, eine Eintrübung des Geschäfts könnte sich aber bereits nach dem Weihnachtsgeschäft zeigen.

Starker Franken schwächt das Geschäft

Verschärfend komme der starke Schweizer Franken hinzu. Bei einer Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro um zehn Prozent müsse mit einem Logiernächte-Rückgang bei den ausländischen Gästen von rund sieben Prozent ausgegangen werden.

Die Wintersaison 2007/2008 war für den Schweizer Tourismus die erfolgreichste seit Beginn der Statistikerfassung. Die Logiernächte verzeichneten gegenüber der Vorjahressaison einen Zuwachs von 6,2 Prozent. Durch das Plus von 3,2 Prozent über die Sommermonate konnte für die Monate Januar bis August ein Zuwachs von 4,2 Prozent erreicht werden, wie Schweiz Tourismus weiter mitteilte. Mit 15,9 Millionen Übernachtungen nahmen die Anzahl Übernachtungen von ausländischen Touristen um 4,5 Prozent leicht stärker zu als die Anzahl Logiernächte von Schweizer Touristen. Mit 11,0 Millionen stieg diese Anzahl um 3,6 Prozent.

ap/sda/cpm

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