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Leichter Gewinnrückgang bei EWB

EWB-Chef Daniel Schafer erklärt, warum das städtische Energiewerk trotz sinkendem Gewinn mehr in die Stadtkasse abliefert.

Der Gewinn von EWB ist in den letzten beiden Jahren um 10 Millionen auf 58,6 Millionen Franken geschrumpft. Daniel Schafer, muss die Stadt Bern Angst um ihre Milchkuh haben? Daniel Schafer: Das Wort Milchkuh höre ich regelmässig. Nein, Angst muss man noch nicht haben, weil EWB auf einem finanziell gesunden Fundament steht. Der Gewinn ist zweimal hintereinander zurückgegangen, weil das Preisniveau an den internationalen Strombörsen deutlich gesunken ist. Das hatte einen negativen Effekt für uns, weil wir unsere zu viel produzierte Energie am Markt verkaufen. Daraus resultiert im Wesentlichen unser Gewinn.

Der Gewinn ist geschrumpft, die Gewinnausschüttung an die Stadt ist aber noch einmal gestiegen – von 35 auf 40 Millionen. Das ist doch paradox. Das ist in der Tat aussergewöhnlich. Wären wir eine AG, würden wir eine Dividende ausschütten und Steuern bezahlen. Es ist deshalb verständlich, dass die Stadt von uns als steuerbefreites öffentlich-rechtliches Unternehmen Ähnliches will. Bei einer AG würden aber die Abgaben mit der Performance korrelieren, sie wären also bei tieferem Gewinn entsprechend tiefer.

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