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Libor-Skandal: US-Hypothekarriese verklagt UBS und CS

Freddie Mac geht wegen der Manipulation des Referenzzinssatzes Libor juristisch gegen mehr als ein Dutzend Banken vor. Der US-Immobilienfinanzierer fordert Schadenersatz.

Am Libor-Zinssatz hängen viele Hypotheken: Verkaufsschild vor einem Grundstück im texanischen Richardson.
Am Libor-Zinssatz hängen viele Hypotheken: Verkaufsschild vor einem Grundstück im texanischen Richardson.
Keystone

Im Zuge des Libor-Skandals klagt Freddie Mac gegen zahlreiche Banken. Unter ihnen sind die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse. Ebenfalls verklagt wurden unter anderem die Bank of America und J. P. Morgan Chase, wie aus der bereits Mitte März eingereichten Klage hervorgeht.

Die Banken hätten den Libor, der für unzählige Finanzgeschäfte eine wichtige Rolle spielt, zusammen künstlich niedrig gehalten, um selbst einen Vorteil daraus zu ziehen, so der Vorwurf.

Zuständig ist ein Gericht im US-Bundesstaat Virginia. Mit dem Vorgehen strebt Freddie Mac Schadenersatz an. Einen konkreten Betrag nannte das Unternehmen jedoch nicht. Die verklagten Banken waren zunächst nicht zu erreichen oder lehnten eine Stellungnahme ab.

UBS und RBS zahlten bereits in Europa

In einem Schreiben an die Finanzaufsicht, das Reuters im Dezember einsehen konnte, werden die möglichen Libor-Verluste von Freddie Mac und dem ebenfalls verstaatlichten Schwester-Institut Fannie Mae auf mehr als drei Milliarden Dollar beziffert.

In Europa hat die UBS bereits eine Strafe von 1,5 Milliarden Dollar akzeptiert, um Vorwürfe in ähnlichen Fällen auszuräumen. Bei der Royal Bank of Scotland waren es mehr als 600 Millionen Dollar.

SDA/rub

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