Zum Hauptinhalt springen

Lufthansa-Restrukturierung – Schweizer Gewerkschaft «zuversichtlich»

Laut dem Lufthansa-Personalchef sollen rund 1100 Verwaltungs-Jobs des Konzerns in Dienstleistungszentren ausgelagert werden. Auch die Schweiz wird davon betroffen sein.

Der Konzern will massiv sparen: Lufthansa-Flieger auf dem Flugplatz Düsseldorf.
Der Konzern will massiv sparen: Lufthansa-Flieger auf dem Flugplatz Düsseldorf.
Keystone

Die Pläne der Lufthansa für einen weitgehenden Stellenabbau in der Verwaltung werden konkret. Geplant ist, insgesamt etwa 1100 Jobs zu bündeln. Dies sagte Lufthansa- Personalchef Stefan Lauer in der Mitarbeiterzeitung «Lufthanseat». Die Arbeitsplätze sollten in Dienstleistungszentren - sogenannten «Global Business Services» - untergebracht werden, die das Unternehmen derzeit schon in Krakau, Bangkok und Mexiko betreibe.

Lufthansa geht davon aus, dass 700 Stellen in Deutschland betroffen sind, 400 im Ausland. Auch der Standort Schweiz respektive die Swiss könnte von dieser Regorganisation betroffen sein, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Genaue Angaben kann Lufthansa derzeit noch nicht machen.

Bei der Gewerkschaft SEV-GATA (Groundstaff Aviation Technics and Administration) ist man momentan «relativ zuversichtlich, dass Swiss kaum von den Jobauslagerungen betroffen sein wird», wie Präsident Philipp Hadorn auf Anfrage von Redaktion Tamedia sagt. Mitte November informiere die Airline über die Evaluation des Lufthansa-Sparprogramms «Score». Konkrete Resultate lägen der Gewerkschaft noch keine vor. «Ausgelagerte administrative Bereiche können in anderen Länderen kaum in gleichwertiger Qualität und noch günstiger als in der ausgedünnten Swiss-Administration erbracht werden», fügt Hadorn an.

1,5 Milliarden zusätzlich erwirtschaften

Im Mai hatte der Lufthansa-Konzern bereits angekündigt, in den nächsten Jahren Verwaltungsjobs einsparen zu wollen - weltweit werden 3500 der knapp 17'000 Stellen in dem Bereich wegfallen, in Deutschland etwa 2500.

Doppelfunktionen sollen zusammengelegt und Arbeiten ohne Mehrwert für den Kunden gestrichen werden. Die Einsparungen beim Personal sind ein Grundpfeiler des Riesen-Sparplans, mit dessen Hilfe die Airline ihr Ergebnis um 1,5 Milliarden Euro steigern will.

SDA/kpn/or

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch