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Machtkampf bei der Deutschen Bahn

Der Streit um den Börsengang-Bonus hat sich zu einem offenen Machtkampf zwischen Konzernchef Hartmut Mehdorn und dem deutschen Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee gesteigert.

Bahn-Chef Hartmut Mehdorn griff den Verkehrsminister am Montag scharf an und zeigte sich «enttäuscht und verwundert» über dessen Kritik an den vereinbarten Sonderzahlungen. Vergütungsangelegenheiten gehörten nicht in die Öffentlichkeit, erklärte der Vorstand. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee sagte einen öffentlichen Auftritt am Montagvormittag ab. Stattdessen werde er sich am Mittwoch nach einer Sondersitzung des Verkehrsausschusses äussern.

Tiefensee hatte Mehdorn und den Vorstand zu einem Verzicht auf die millionenschweren Zahlungen aufgefordert, da sie die Akzeptanz des Börsengang in der Öffentlichkeit torpedierten. In der deutschen Regierung hatte Tiefensee am Wochenende allerdings keine Unterstützung erhalten. Staatssekretär entlassen

Zuvor hatte der Minister seinen Staatssekretär Matthias von Randow entlassen, der im Aufsichtsrat im Juni die Zahlungen genehmigt hatte. Er soll Tiefensee darüber erst Mitte September informiert haben. An dieser Darstellung wurden Zweifel geäussert, die Opposition hat mittlerweile seinen Rücktritt gefordert, die Union ging auf Distanz.

SDA/se

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