Zum Hauptinhalt springen

Medienmogul Murdoch schreibt Milliardenverlust

Kurz vor der Aufspaltung des Medienimperiums in zwei Teile verliert die News Corp. 1,6 Milliarden Dollar. Schuld sind grösstenteils nicht die skandalumwitterten britischen Blätter, sondern die australischen.

Seine News Corp. steht vor der Teilung in Verlags- und Filmgeschäft: Rupert Murdoch nach einer Anhörung im obersten britischen Gerichtshof zum Abhörskandal. (26. April 2012)
Seine News Corp. steht vor der Teilung in Verlags- und Filmgeschäft: Rupert Murdoch nach einer Anhörung im obersten britischen Gerichtshof zum Abhörskandal. (26. April 2012)
AFP

Die News Corp. hat im vierten Geschäftsquartal rund 2,8 Milliarden Dollar im schwächelnden Verlagszweig abgeschrieben. Dies riss das gesamte Konglomerat mit seinen Fox-Fernsehsendern, digitalen Töchtern und dem Filmstudio 20th Century Fox tief in die roten Zahlen. Unter dem Strich verlor die News Corp. 1,6 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Mittwoch in New York mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte die News Corp. noch 683 Millionen Dollar verdient. Auch der schwelende Abhörskandal rund um die dichtgemachte Sonntagszeitung «News of the World» ging weiter ins Geld. Der Umsatz gab um 7 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar nach. Analysten waren enttäuscht; die Aktie fiel nachbörslich.

Vor der Aufspaltung

Die News Corp. steht vor der Aufspaltung in zwei Teile: Film und Fernsehen auf der einen Seite sowie das Verlagsgeschäft auf der anderen Seite. Im Vorfeld wird quasi Inventur gemacht.

Zu Murdochs Zeitungen gehören unter anderem das Wirtschaftsblatt «Wall Street Journal» sowie britische Titel wie die «Times» oder die «Sun». Ein grosser Teil der Abschreibung entfiel jedoch auf australische Blätter und damit auf die Keimzelle des Murdoch-Imperiums.

SDA/mw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch