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Naturkatastrophen erschüttern Versicherungen

Die Erdbeben-Katastrophe und andere Naturereignisse lassen bei den Versicherern die Gewinne schmelzen. Die beiden weltgrössten Rückversicherer Munich Re und Swiss Re müssen Verluste hinnehmen.

Die mehrheitlich im Schadengeschäft tätige Zurich-Gruppe musste für das erste Quartal nach einer Belastung von 517 Millionen Dollar einen Gewinneinbruch von 32 Prozent auf 637 Millionen Dollar hinnehmen. Der deutsche Versicherungsriese Allianz erwartet unter dem Eindruck der Naturkatastrophen einen Gewinn von etwa 900 Millionen Euro, deutlich weniger als die 1,6 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

Ausser den Ereignissen in Japan fordern das Beben in Neuseeland sowie Stürme und Überschwemmungen und der Zyklon Yasi in Australien hohe Millionenbeträge. Immerhin müssen die Versicherer kaum für die Folgen des Atom-Desasters im Reaktor Fukushima bezahlen, denn dort muss für die Schäden letztlich der Staat geradestehen. Für Versicherer gilt der so genannte Nuklearausschluss.

Rückversicherer mit Verlust

Stärker noch trifft es die Rückversicherer: Swiss Re muss geschätzte 2,3 Milliarden Dollar aufwenden, was die weltweite Nummer Zwei ins Minus drückt. Unter dem Strich fehlen nach einem Gewinn im Vorjahr von 158 Millionen Dollar in der am Donnerstag vorgelegten Quartalsrechnung nun 665 Millionen Dollar. Analysten hatten gar eine Milliarde Verlust vorausgesagt.

Auch der globale Branchenprimus Munich Re, der am 9. Mai über die Quartalszahlen berichten wird, erwartet für die Monate Januar bis März einen Verlust. Konzernchef Nikolaus von Bomhard sagte kürzlich in einem Zeitungsinterview, dass die Naturkatastrophen den deutschen Konzern 2,7 Milliarden Euro kosten könnten.

Die Nummer drei der Branche, Hannover Rück, konnte sich in der Gewinnzone halten. Allerdings fiel der Überschuss um zwei Drittel auf 52,3 Millionen Euro.

SDA/mrs/bru

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