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Nestlé-Aktie im Hoch nach Einstieg von Loeb

Der Hedgefonds Third Point hat rund 1,3 Prozent von Nestlé erworben und wird zum achtgrössten Aktionär. Bereits stellt US-Investor Daniel Loeb Forderungen.

Fordert aktionärsfreundlicheren Kurs von Nestlé: Loeb an einer Reuters-Veranstaltung in New York. (21. September 2016)
Fordert aktionärsfreundlicheren Kurs von Nestlé: Loeb an einer Reuters-Veranstaltung in New York. (21. September 2016)

Der Einstieg von US-Milliardär Dan Loeb bei Nestlé sorgt bei Anlegern für Fantasie: Die Aktie des Nahrungsmittelkonzerns schoss am Freitag auf ein neues Allzeithoch. An der Börse legten die defensiven Nestlé-Titel in den ersten Handelsminuten in einem freundlichen Umfeld auf bis zu 85,95 Franken zu. Gegenüber dem Schlusskurs vom Donnerstagabend entspricht dies einem Plus von 4,7 Prozent.

US-Milliardär Daniel Loeb und sein Hedgefonds Third Point hatten am Sonntag bekanntgegeben, Nestlé-Aktien im Wert von 3,3 Milliarden Franken erworben zu haben. Den Angaben zufolge hält Third Point 40 Millionen Aktien sowie einige Derivate. Das entspräche einem Stimmenanteil von rund 1,3 Prozent.

Kurswechsel gefordert

Der Fonds ist damit achtgrösster Aktionär von Nestlé. Grösster Einzelaktionär ist der Vermögensverwalter Blackrock mit einem Stimmenanteil von 3,7 Prozent. Händlern zufolge könnte der Einstieg von Third Point weitere Investoren auf die Aktien von Nestlé aufmerksam werden lassen.

Third Point wird in der Finanzwelt zu den sogenannten aktivistischen Investoren gezählt. Diese wollen ganz gezielt Einfluss auf Firmenentscheidungen nehmen und treten mitunter aggressiv auf. Loeb ist berüchtigt dafür, sich mit dem Management seiner Beteiligungen anzulegen. In einem offenen Brief kritisierte Loeb denn auch die unterdurchschnittliche Kursentwicklung der letzten Jahre und forderte vom Nestlé-Management einen aktionärsfreundlicheren Kurs.

Konkret verlangt Third Point eine Verbesserung der Gewinnmarge, einen Aktienrückkauf und den Verkauf von nicht zum Kerngeschäft zählenden Geschäftsbereichen. Nestlé soll seine 23-prozentige Beteiligung an dem französischen Kosmetikkonzern L'Oréal veräussern.

Verkauf des Süssigkeiten-Geschäfts?

Von Nestlé war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der neue Nestlé-Chef Ulf Mark Schneider stellte jüngst einen möglichen Verkauf des Süssigkeiten-Geschäfts in den USA in Aussicht. Der Wert dieser Geschäftsaktivitäten wird auf 2 bis 2,5 Milliarden Franken geschätzt.

SDA/mch

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