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New Yorks Staatsanwalt setzt Grossbanken unter Druck

Die US-Behörden untersuchen, ob bei der Bewertung von Schrottpapieren die Ratingagenturen in die Irre geführt wurden. Auch die CS und die UBS müssen sich erklären.

Die Vorermittlungen laufen: Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo.
Die Vorermittlungen laufen: Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo.
Keystone

Die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft verlangt von verschiedenen Banken, darunter der UBS und der Credit Suisse (CS), Informationen zu umstrittenen Hypothekenpapieren. Banken und Ratingagenturen sollen die exzellente Bewertung dieser Schrottpapiere erklären, mit denen die Finanzkrise ausgelöst worden war.

Staatsanwalt Andrew Cuomo untersucht dabei, ob die Banken die Ratingagenturen und Investoren über den tatsächlichen Wert dieser Papiere in die Irre geführt haben. UBS und CS bestätigten am Freitag der Nachrichtenagentur SDA die entsprechende Informationsanfrage Cuomos.

UBS und CS nehmen Stellung

Beide Schweizer Grossbanken arbeiten nach Aussage ihrer Sprecher mit den US-Behörden zusammen. «Es handelt sich um eine Aufforderung zur Herausgabe von Dokumenten, und nicht um eine Vorladung», sagte UBS-Sprecher Christoph Meier. Auch CS-Sprecher Marc Dosch betonte, dass es sich nicht um eine Klage handle.

Im Zentrum steht die Rolle der drei grossen Rating-Agenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch vor der Finanzkrise. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sind ausser UBS und CS auch die Grossbanken Deutsche Bank, Morgan Stanley, Goldman Sachs, Merrill Lynch, Citigroup und Crédit Agricole im Visier der US-Justiz.

Unsicherheit bei den Händlern

Die Titel von UBS und Credit Suisse gerieten nach dem Bekanntwerden der Untersuchung unter Druck und fielen am Freitag bis Börsenschluss um 4,7 beziehungsweise 4,1 Prozent. Das Vorgehen der US-Justiz und die Zahl der untersuchten Banken sorgten für Unsicherheit, sagte ein Händler Reuters. Der Gesamtmarkt (SMI) schloss 2,2 Prozent im Minus.

SDA/jak

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