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Nexis Fibers steht vor dem Konkurs

Das Gericht gewährt dem Textilunternehmen in Emmenbrücke LU bis am 13. November Zeit, um einen Sanierungsplan vorzulegen. Die ehemalige Viscosuisse beschäftigt 300 Mitarbeiter.

Das Amtsgericht Hochdorf hat der Nexis Fibers AG einen provisorischen Konkursaufschub gewährt. Ein Sachwalter wird ab sofort die Geschäftsleitung der ehemaligen Viscosuisse überwachen. Die Gemeinde Emmen und der Kanton Luzern zeigten sich erleichtert.

Die finanzielle Situation der Nexis Fibers AG, die in Emmenbrücke rund 300 Angestellte beschäftigt, hat sich in den vergangenen Monaten stark verschlechtert. Als Gründe machte das Unternehmen in einer Mitteilung die schlechte Marktsituation in den Hauptsegmenten Automobil und Siebdruck, die Erhöhung der Rohstoffpreise und die unvorteilhafte Währungsentwicklung verantwortlich.

Standort habe Zukunft

Mit dem nun gefällten Richterentscheid, einen Konkursaufschub bis zum kommenden 13. November zu gewähren, könne der Betrieb weiterlaufen und die Kunden könnten weiter beliefert werden. Die Gläubigerbanken arbeiteten aktiv daran, für das Unternehmen eine auch mittel- und langfristig finanziell tragfähige Basis zu finden, hiess es weiter. Die Geschäftsleitung sei überzeugt, dass der Standort Emmenbrücke eine Zukunft habe.

Dem Antrag auf Konkursaufschub wird stattgegeben, wenn Aussicht auf Sanierung besteht. Wie das Amtsgericht Hochdorf mitteilte, kann durch eine Rangrücktrittserklärung einer gewichtigen Gläubigergruppe die Unterbilanz der Nexis Fibers AG beseitigt werden. Durch einen weitergehenden Sanierungsplan werde der Fortbestand der Gesellschaft angestrebt. Falls dieser Plan bestätigt werden kann und die Löhne sichergestellt sind, wird am 13. November der definitive Konkursaufschub bewilligt.

Der Emmener Gemeinderat und die Luzerner Kantonsregierung zeigten sich erleichtert über die vorläufig gefundene Lösung. Sie appellierten an die Beteiligten, Hand zu bieten für Lösungen, die auch die Interessen der Angestellten, des Wirtschaftsstandorts Emmen, des Kantons Luzern und aller betroffenen Zulieferfirmen berücksichtigten.

AP/oku

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