Zum Hauptinhalt springen

Orange: Handy und Musik im gleichen Shop

Mit der Übernahme von Citydisc treibt Orange die Konzentration in der Branche voran. Telekom-Angebote kombiniert mit Multimedia-Produkten sollen mehr Kunden in die neuen Shops locken.

Durch die Übernahme der Citydisc-Läden verdoppelt Orange sein Filialnetz von 47 auf 80 Standorte, wie der Telekom-Anbieter am Montag mitteilte. Über den Verkaufspreis schwiegen sich die beiden Unternehmen aus. Bis zum Sommer 2009 will Orange in 24 Citydisc-Verkaufsstellen ein neues Shopkonzept umsetzen. Die Geschäfte werden die Bezeichnung «Orange Citydisc» tragen.

Gemeinsame Kundensegmente

Orange will die exponierten Lagen der Citydisc-Filialen vorwiegend an Bahnhöfen nutzen, um den Kunden nebst Multimedia-Produkten gleich auch Telekom-Angebote schmackhaft zu machen. «Musik, Filme und Games auf dem Mobiltelefon sprechen das gleiche Kundensegment an wie CDs, DVDs und Spielkonsolen», ist Orange-Chef Andreas Wetter überzeugt. Auch Citydisc-Chef Christian Fankhauser erwartet eine bessere Marktposition und Synergieeffekte durch das neue Konzept.

Ob das Angebot auch auf bestehende Orange-Filialen ausgeweitet wird, ist gemäss Orange-Sprecherin Therese Wenger noch offen. Die neuen Geschäfte sollen eine Ladenfläche von durchschnittlich 200 Quadratmetern umfassen.

Citydisc-Mitarbeiter bleiben

Die 155 Mitarbeiter von Citydisc können ihre Jobs behalten, teilten beide Unternehmen mit. Orange sucht überdies für die Umsetzung des neuen Konzepts rund 60 neue Mitarbeiter für den Verkauf.

Die Weiterbeschäftigung der Citydisc-Mitarbeiter nach den Arbeitsbedingungen von Orange ist mit der Gewerkschaft Kommunikation abgestimmt worden. Gemäss Orange-Sprecherin Wenger können sich die bisherigen Citydisc-Mitarbeiter gesamthaft über verbesserte Bedingungen am Arbeitsplatz freuen.

Die Konkurrenz schläft nicht

Der Konzentrationsprozess in der Schweizer Telekomsparte geht also weiter und die Gewichte verschieben sich erneut. Bereits im Mai übernahm Branchenführer Swisscom die Verkaufsfilialen sowie den Kundendienst der Firma The Phone House und erweiterte so seine Präsenz auf über 170 Shops in der ganzen Schweiz.

Mitbewerber Sunrise hat seinerseits in den letzten Monaten die ein gutes Dutzend eigener Verkaufsstellen eröffnet bietet seine Produkte derzeit in 52 Läden an. Mittelfristig will Sunrise mit 80 eigenen Shops vertreten sein.

sda/ap/vin/cpm

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch