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Panalpina erwartet hohe Busse in den USA

Der Logistikkonzern Panalpina spürt den Aufschwung im Welthandel erst bei den Transportvolumen und rechnet mit Bussen, anderweitigen Zahlungen und Rechtskosten von 120 Millionen Franken.

In Korruptionsaffäre verwickelt: Panalpina.
In Korruptionsaffäre verwickelt: Panalpina.
Keystone

Wegen anhaltenden Preisdrucks sind Umsatz und Gewinn bei Panalpina im ersten Quartal 2010 gesunken. Und in einer Korruptions- und Kartellrechtsaffäre in den USA droht eine happige Busse. Panalpina rechnet mit Bussen, anderweitigen Zahlungen und Rechtskosten von 120 Millionen Franken. Diese Summe soll dem Halbjahresergebnis belastet werden, wie das Basler Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zum Vergleich: 2009 hatte Panalpina 10,4 Millionen Franken Reingewinn erzielt, das war noch ein Zehntel des Vorjahres.

Panalpina erwartet den Abschluss des Vergleichs mit den US- Behörden in naher Zukunft. In den Rückstellungen nicht berücksichtigt sind andere Kartellrechtsuntersuchungen ausserhalb der USA, insbesondere in der EU, da hier die Höhe möglicher Bussen noch nicht mit Gewissheit abschätzbar sei. «Nur begrenzte Auswirkungen» erwartet Panalpina dagegen aus der vorübergehenden Schliessung des europäischen Luftraums wegen der Vulkan-Aschewolke.

Luftfracht zieht an

Panalpina freut sich vielmehr, dass sich die globalen Märkte sukzessive erholten und die Frachtvolumen stiegen, erklärte Konzernchefin Monika Ribar. In der Luftfracht stiegen die Volumen von Panalpina um 24 Prozent, in der Seefracht um 22 Prozent. Sie blieben damit aber noch unter dem Niveau von vor der Krise.

Der Umsatz sank infolge Preisdrucks um 1,4 Prozent auf 1,588 Mrd. Franken. Der Reingewinn löste sich von 1,2 Millionen Franken im Vorjahresquartal praktisch vollständig auf und betrug noch 0,04 Millionen Franken.

Kosten tief gehalten

Das Betriebsergebnis (Ebit) fiel mit -0,6 (Vorjahresperiode: +2,9) Millionen Franken sogar rot aus. Die Zahlen fielen aber besser aus, als von Analysten erwartet. Panalpina habe die Kosten aber tief gehalten und die Produktivität signifikant gesteigert, sagte Konzernchef Ribar. Sie zeigte sich deshalb zuversichtlich, dass sich auch die Profitabilität in den kommenden Monaten verbessern wird.

SDA/sam

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