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Paris droht Banken mit Teilverstaatlichung

Die französische Regierung will die Banken des Landes mit allen Mitteln dazu bringen, ausreichend Kredite für die Unternehmen bereitzustellen.

«Wenn sie ihre Kreditschleusen nicht öffnen, könnten wir die staatliche Unterstützung zurücknehmen», sagte Premierminister Francois Fillon laut Vorabtext in einem Fernsehinterview, das am Montagabend vom Sender France-2 ausgestrahlt werden sollte. «Wenn wir das Geld zurückzögen, fänden sich die Banken in Schwierigkeiten. Dann stellte sich die Frage eines Kapitaleinstiegs» des Staates, erklärte der Regierungschef. Damit verbunden wären «möglicherweise Veränderungen der Bankführung und eine Kontrolle ihrer Strategie».

Milliardenhilfe an die Banken

Anfang Oktober hatte Staatspräsident Nicolas Sarkozy als Teil von EU-Massnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte Bankenhilfen von 360 Milliarden Euro zugesagt. Zudem hat die Regierung den Grossbanken Darlehen von 10,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Nun fürchtet die Regierung, dass die Banken das Geld horten und nicht nutzen, um den eingefrorenen Kreditmarkt wieder in Schwung zu bringen.

«Die Banken haben die Mittel, das jetzt zu tun», sagte Fillon in dem Interview, dessen Wortlauttext der AP vorliegt. «In den kommenden zehn Tagen werden wir sehen, ob sie das Spiel mitmachen oder nicht.»

AP/cpm

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