Zum Hauptinhalt springen

SBB-Chef kassiert Rekordbonus

Der Lohn von Andreas Meyer hat im letzten Jahr die Marke von 1 Million Franken wieder überstiegen. Nur einmal hatte er bereits mehr verdient als 2014.

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 auch für die eigene Lohntüte: SBB-Chef Andreas Meyer an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. (25. März 2015)
Erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 auch für die eigene Lohntüte: SBB-Chef Andreas Meyer an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. (25. März 2015)
Ennio Leanza, Keystone

Mit dem heutigen Geschäftsbericht haben die SBB auch die Saläre der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates offengelegt. Insgesamt hat SBB-Chef Andreas Meyer 1'072'023 Franken verdient. Rund 375'000 Franken davon als Bonus für seine Arbeit im vergangenen Jahr.

Es ist die höchste Bonuszahlung, seit Meyer das Amt im Jahr 2007 von seinem Vorgänger Benedikt Weibel übernommen hat. Den Rekordbonus erklärte SBB-Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi am Rande der Bilanzmedienkonferenz in Bern damit, dass Meyer die Zielvorgaben zu 80 Prozent erfüllt habe.

In der Summe erreicht die Vergütung an Meyer den zweithöchsten Stand seit seinem Amtsantritt. Damals, im ersten Jahr seiner Amtszeit, hoben eine zusätzliche Einlage in die Pensionskasse von 250'000 Franken sowie ein «Sign-on-Bonus» von 200'000 Franken Meyers Bezug in die Höhe. Ohne diese Sonderfaktoren lässt sich sagen, dass Meyer 2014 unter regulären Bedingungen so viel verdient hat wie noch nie.

Lohn in der Kritik

Die Bezüge des SBB-Chefs gaben in der Vergangenheit regelmässig zu reden. Zuerst einmal, weil er deutlich mehr verdient als sein Vorgänger Benedikt Weibel, der in den besten Jahren 724'000 Franken erhielt.

Zudem sorgte Andreas Meyer für Schlagzeilen samt Rücktrittsforderung an den Verwaltungsrat der Bundesbahn, als bekannt wurde, dass die SBB ihm sein Haus in Frankfurt abgekauft hatten. Man habe das Haus übernommen, um ihm den Stellenwechsel von Deutschland, wo er für die Deutsche Bahn arbeitete, in die Schweiz zu erleichtern, hiess es damals. Darüber hinaus kassierte Meyer für seine mehrmonatige Einarbeitung vor Stellenantritt bei den SBB 350'000 Franken.

Höhere Löhne für Spitzenkader des Bundes

Insgesamt haben die SBB-Spitzenkader deutlich mehr verdient 2014. Die Gesamtentschädigung der neunköpfigen Konzernleitung stieg um 16 Prozent von 5'152'379 auf 5'987'796 Franken. Die grösste Zunahme ist bei den Bonuszahlungen auszumachen oder den «Leistungs- und erfolgsorientierten Lohnbestandteilen», wie sie bei den SBB heissen. Sie haben von 1,3 auf knapp 2 Millionen Franken zugenommen.

Die Höhe des Bonus ist bei den SBB abhängig von der Erfüllung von neun Konzernzielen: Kundenzufriedenheit, Image, Zufriedenheit der Belegschaft, Pünktlichkeit, Sicherheit, Jahresergebnis, freiem Geldfluss, Marktanteil und ökologischer Nachhaltigkeit.

Generell stiegen die Entschädigungen der bestbezahlten Kaderpersonen beim Bund, wie die Geschäftsberichte der bundesnahen Betriebe und Institutionen zeigen. Über 1 Million erhielten neben SBB-Chef Andreas Meyer auch Swisscom-Konzernleiter Urs Schaeppi (1,7 Millionen) und Nationalbank-Präsident Thomas Jordan (1,135 Millionen).

Ruag-Chef Urs Breitmeier erhielt 992'000 Franken. Post-Chefin Susanne Ruoff 824'585 Franken.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch