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Siemens stockt nach stolzem Gewinn Jahresprognose auf

Siemens hat nach einem deutlichen Gewinnzuwachs im zweiten Quartal seine Jahresprognose nach oben geschraubt.

Mit neuen Zielen und dem ICE3 in die Zukunft: Siemens.
Mit neuen Zielen und dem ICE3 in die Zukunft: Siemens.
Keystone

Für das laufende Geschäftsjahr 2009/10 (per Ende September) rechnet das Unternehmen nun mit einem operativen Gewinn der drei Kerngeschäftsfelder Industrie, Energie und Medizintechnik von mindestens 7,5 Milliarden Euro. Bisher war Siemens von höchstens 6,5 Milliarden Euro ausgegangen. Auch der Überschuss aus dem fortgeführten Geschäft werde proportional steigen, so dass das Unternehmen hier an die vier Milliarden Euro verdienen dürfte.

Im abgelaufenen Quartal hatte Siemens trotz leicht rückläufiger Umsätze mehr verdient. Der operative Gewinn wuchs den Angaben zufolge verglichen mit dem Vorjahresquartal um 16 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro. Der Umsatz sank hingegen um vier Prozent auf 18,23 Mrd. Euro. Der Nettogewinn legte um fast die Hälfte auf 1,5 Milliarden Euro zu und übertraf damit die Analystenerwartungen bei weitem.

«Eindrucksvolle Ertragskraft»

Konzernchef Peter Löscher führte die Entwicklung auf seinen Sparkurs zurück. «Siemens hat seine Ertragskraft erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Hierbei profitieren wir besonders von den frühzeitig umgesetzten Massnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit», erklärte er. Im Rahmen eines Stellenabbaus hatte Siemens in den vergangenen Jahren knapp 16'000 Arbeitsplätze hauptsächlich in der Verwaltung abgebaut.

Die Wirtschaftskrise hat Siemens allerdings noch nicht gänzlich hinter sich gelassen. Der Auftragseingang ging im abgelaufenen Quartal um 14 Prozent auf 17,84 Milliarden Euro zurück. Allerdings zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab: Die Orderbücher in kurzzyklischen Geschäften wie der Industrieautomatisierung oder der Lichttechniktochter Osram würden langsam wieder dicker, hiess es. Im Energietechnikgeschäft bleibe der Markt zumindest bis zum Herbst «herausfordernd». Der Auftragseingang des Sektors knickte um gut ein Viertel ein, da Kunden Grossprojekte verschöben.

SDA/sam

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