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So streicht Postfinance 45 Stellen

Jetzt liegen die Zahlen auf dem Tisch: Die Posttochter Postfinance baut im nächsten Jahr 45 Stellen ab. Zudem ­lagert sie 120 Mitarbeiter an eine andere Posttochter aus.

Kundenbedürfnisse ändern sich. Postfinance passt sich an.
Kundenbedürfnisse ändern sich. Postfinance passt sich an.
Keystone

Vor Jahresfrist kündigte Post­finance-Chef Hansruedi Köng ein grösseres Sparprogramm an. Jetzt ist klar, um wie viele Stellen es im nächsten Jahr geht. Post­finance will 2018 insgesamt 45 Stellen abbauen. Dies hat die Posttochter nach Abschluss des Konsultationsverfahrens bei den Gewerkschaften bekannt gegeben. Der Grund für den Abbau ist, dass Postfinance «die Prozesse durchgängig automatisieren und digitalisieren» will.

Vom Abbau betroffen sind die Mitarbeiter in den neun Betriebszentren, welche Post­­fi­nance schweizweit betreibt. Ei­nes davon befindet sich in der ­Engehalde in Bern. Diese Zentren stellen vor allem die Kontoführung sicher und beschäftigen über 1000 Mitarbeiter. Insgesamt bietet Postfinance 3500 Vollzeitstellen an.

«Der Abbau dieser Stellen erfolgt so weit als möglich ohne Kündigungen über die ­natürliche Fluktuation», schreibt Post­finance. Im Rahmen des Sparprogramms werden zudem zwei der neun ­Bearbeitungszentren geschlossen. Und zwar jene in Kriens LU und Münchenstein BL.

Von einer Tochter zur anderen

Weitere 120 Postfinance-Mitarbeiter werden im nächsten Jahr mit der Posttochter SPS eine neue Arbeitgeberin erhalten. Es handelt sich dabei um die Mitarbeiter in der Verarbeitung der Einzahlungsscheine.

«Der Abbau dieser Stellen erfolgt ­so weit als möglich über die ­natürliche Fluktuation.»

Medienstelle Postfinance

«Die Zahl der bearbeiteten Belege und Kundendokumente ist rückläufig. SPS ist in der Schweiz und in Deutschland Marktführerin im Dokumentenmanagement. Entsprechend haben die Mitarbeitenden dort gute Zukunftsper­spektiven», erklärt Postfinance-Sprecher Johannes Möri. Für einen Teil der betroffenen Mitarbeiter bedeutet der Wechsel des Arbeitgebers auch einen Wechsel des Arbeitsortes.

Das Sparen geht weiter

Zudem schliesst Postfinance das Callcenter in St. Gallen. Dessen Aufgabe übernimmt das Callcenter in Netstal GL. Der Umbau des Poststellennetzes hat schliesslich auch Auswirkungen auf das Netz von Postfinance. «Die Kundenzonen der ­Filialen werden laufend geprüft und dem neuen Filialkonzept angepasst», stellt Postfinance in Aussicht.

Damit ist klar, wie es 2018 weitergeht. Doch das Sparen hört damit nicht auf: «Postfinance wird in den kommenden Jahren jeweils im Herbst prüfen, welche Massnahmen im nächsten Jahr umgesetzt werden», betont Postfinance-Sprecher Möri.

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