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So wurden Kreditgeber ausgetrickst

Im Genfer Betrugsfall der Stiftung Hypotheka sollen die Gläubiger mit überhöhten Schätzungen und dubiosen Renovationsvorhaben getäuscht worden sein. Involviert sind drei Deutschschweizer Immobilienbesitzer.

Man wollte lange nichts gemerkt haben: Die Hypothekaranlagestiftung hat ihren Hauptsitz in Genf.
Man wollte lange nichts gemerkt haben: Die Hypothekaranlagestiftung hat ihren Hauptsitz in Genf.
Salvatore di Nolfi, Keystone

Vor drei Wochen reichte die Genfer Pensionskassenstiftung Hypotheka Strafanzeige gegen den Geschäftsführer ihrer Managementgesellschaft Hypotheka SA und weitere Personen ein. Der Verdacht lautete auf ungetreue Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung und Betrug. Geschäftsführer C. R. wurde vorübergehend in Haft genommen und seine Büros vom Genfer Staatsanwalt Yves Bertossa durchsucht. Hinter der Stiftung stehen 93 Pensionskassen. Über die Stiftung platzierten die Kassen Hypotheken im Wert von 1,3 Milliarden für Schweizer Wohnimmobilien in 17 Kantonen. Dafür erhielten sie bisher einen stattlichen Zins von rund 4 Prozent pro Jahr. «Das ist weit über dem derzeitigen Marktzins für eine fünfjährige Festhypothek», sagt ein Kenner des Dossiers. TA-Recherchen zeigen, warum.

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