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Spar entlässt streikende Mitarbeiter fristlos

Der Streik der Spar-Angestellten von Baden-Dättwil AG ist fürs erste beendet: Die Blockade wurde aufgegeben, die Streikenden erhielten die Kündigung. Die Gewerkschaft Unia gibt jedoch noch nicht auf.

Mussten die Blockade beenden: Demonstrierende vor der Spar-Tankstelle in Baden-Dättwil. (9. Juni 2013)
Mussten die Blockade beenden: Demonstrierende vor der Spar-Tankstelle in Baden-Dättwil. (9. Juni 2013)
Keystone
Das Gerichtspräsidium Baden hatte die Blockade als unverhältnismässig bezeichnet: Eine Streikende Spar-Mitarbeiterin.
Das Gerichtspräsidium Baden hatte die Blockade als unverhältnismässig bezeichnet: Eine Streikende Spar-Mitarbeiterin.
Keystone
Setzt sich für die Streikenden ein: Rapper Greis tritt am Spar-Streik auf.
Setzt sich für die Streikenden ein: Rapper Greis tritt am Spar-Streik auf.
Keystone
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Nach elf Tagen haben die Gewerkschaft Unia und die Streikenden die Blockade des Spar-Tankstellenshops in Baden-Dättwil AG aufgegeben. Das Gerichtspräsidium Baden hatte eine Aufhebung der Blockade bis 16 Uhr verfügt und mit dem Einschreiten der Polizei gedroht.

«Wir haben kein Interesse an einer Auseinandersetzung mit der Polizei», sagte Kurt Emmenegger, Leiter der Unia Region Aargau, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Man wolle vielmehr mit den Verantwortlichen von Spar endlich verhandeln.

Spar entlässt Streikende

Für die zehn beteiligten Spar-Angestellten hat der Streik Konsequenzen: Sie erhielten heute die fristlose Kündigung ihres Arbeitgebers. Spar-Sprecher Ronald Haug bestätigt dies gegenüber Blick.ch: «Die Kündigungen sind per Einschreiben gestern verschickt worden.»

Die Gewerkschaft Unia verlangte, dass die Kündigungen der Streikenden rückgängig gemacht würden.

Streik wird fortgesetzt

Die Gewerkschaft teilte weiter mit, der Streik werde vor dem Spar-Hauptsitz in St. Gallen fortgesetzt. Die Gewerkschaft hatte über den Kurznachrichtendienst Twitter mehrmals «alle» dazu aufgerufen, zum Spar-Hauptsitz in St. Gallen zu fahren. Gemäss der Unia nahm die Spar-Geschäftsleitung einen Gesprächstermin nicht war, obwohl man ein schriftliches Verhandlungsangebot vorgelegt habe. Die Unia spricht von «Hinhaltetaktik».

Die Verhandlungen müssten weitergeführt werden. Man sei überzeugt, dass die noch offenen Punkte bei Gesprächen innert nützlicher Frist bereinigt werden könnten.

Gericht: Blockade unverhältnismässig

Mit der Verfügung zur Aufhebung der Blockade hatte das Gerichtspräsidium Baden einem Antrag der Spar Handels AG entsprochen. Bereits am 6. Juni hatte das Gerichtspräsidium entschieden, die Blockade der Geschäftsräumlichkeiten durch die Streikenden sei unzulässig und unverhältnismässig.

Die Staatsanwaltschaft Baden eröffnete in der Folge gegen verschiedene Personen Strafverfahren wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung. Gegen mehrere Personen läuft auch ein Strafverfahren wegen Nötigung, Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung.

SDA/rub

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