SRG kündigt Sparrunde von 50 Millionen Franken an

Das Medienhaus muss 2020 die Kosten erneut erheblich senken. Das wird sich auch auf Mitarbeiter und Programm auswirken.

Es muss noch weiter gespart werden bei der SRG: Kontrollzentrum beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug. (Keystone/Alexandra Wey)

Es muss noch weiter gespart werden bei der SRG: Kontrollzentrum beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug. (Keystone/Alexandra Wey)

Die SRG muss ihre Kosten im kommenden Jahr um weitere 50 Millionen Franken reduzieren. SRG-Generaldirektor Gilles Marchand hat die Belegschaft am Montag über die neuste Sparübung informiert.

SRG-Mediensprecher Edi Estermann bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA entsprechende Meldungen von «blick.ch» und Radiotelevisione svizzera (RSI). Weil die Werbeeinnahmen im laufenden Jahr um 30 Millionen Franken sinken, und für das Jahr 2019 ohnehin bereits ein Fehlbetrag von 20 Millionen budgetiert ist, müssen die Kosten der SRG im kommenden Jahr um insgesamt 50 Millionen Franken reduziert werden, so Estermann. Die Fortführung der Transformation ist laut Marchand nötig, weil sich die Medienwelt radikal wandelt und die kommerziellen Einnahmen weiter sinken.

200 Stellen bis 2022

Wie genau diese zusätzlichen 50 Millionen eingespart werden sollen, ist noch nicht definiert. Ohne Auswirkungen auf Programm und Personal wird es laut Estermann indes kaum gehen. Bereits 2018 lancierte die SRG nach der Ablehnung der No-Billag-Initiative ein umfangreiches Spar- und Restrukturierungsprogramm in der Höhe von insgesamt 100 Millionen Franken. Diesem sollen bis 2022 rund 200 Stellen zum Opfer fallen.

Im April 2019 wurde bekannt dass die SRG im Rahmen des Sparprogramms bis Anfang 2020 die Produktionsfirma TPC wieder vollständig übernimmt. Ausserdem soll ein neues IT-Kompetenzzentrum entstehen. Das kostet 40 Stellen, davon werden 20 durch Kündigungen und vorzeitige Pensionierungen abgebaut.

sep/sda

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