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Starker Franken vermiest Barry Callebaut das Glanzresultat

Die hohen Ansatzzahlen von Barry Callebaut erstaunen selbst die Analysten. Dennoch kann der Schokoladenhersteller nur beschränkt von diesem Zuwachs profitieren.

Mehr Absatz in Schwellenländern: Der Schweizer Schokoladenhersteller Barry Callebaut.
Mehr Absatz in Schwellenländern: Der Schweizer Schokoladenhersteller Barry Callebaut.
Keystone

Der starke Schweizer Franken lässt beim Schokoladenhersteller Barry Callebaut den Umsatz schmelzen: Zwar hat er im ersten Quartal (per 30. November) um 4,9 Prozent zugelegt auf 1,52 Milliarden Franken. Doch in Lokalwährungen liegt er um satte 14,2 Prozent höher.

Vor allem die Umrechnungen von Euro und dem Dollar in Schweizer Franken hätten den Umsatz negativ beeinflusst, teilte der weltweit grösste Kakao- und Schokoladenproduzent am Mittwoch mit.

Mit den abgesetzten Mengen zeigt sich das Unternehmen aber zufrieden. Die Verkaufsmenge stieg insgesamt deutlich um 5,6 Prozent auf 383'222 Tonnen. Der wichtigste Wachstumstreiber war die Produktgruppe Gourmet und Spezialitäten. Dank den Nachfragen aus Europa und Asien legten diese Absätze um 6 Prozent auf 39'218 Tonnen zu.

Bei den industriellen Produkten steigerte Barry Callebaut die Verkaufsmenge um 4 Prozent auf 241'354 Tonnen. Alle Regionen haben zu diesem Wachstum beigetragen. Vor allem Schokoladenmischungen und Füllungen waren gefragt.

Weniger Tafeln

Im Segment Globale Beschaffung und Kakao steigerte Barry Callebaut die Verkaufsmengen um 19,2 Prozent auf 68'564 Tonnen. Das Geschäft mit den sogenannten Verbraucherprodukten - Schokoladetafeln und -Riegel zum Beispiel - hat sich hingegen rückläufig entwickelt. Die Verkaufsmenge ging um 6,5 Prozent zurück auf 34'086 Tonnen.

Grund sind mitunter Preispromotionen bei Schokoladentafeln. Vor allem deutsche Kunden haben die Produkte von Barry Callebaut weniger nachgefragt.

Die grössten Mengen verkaufte der Schokoladenkonzern in Europa. Kunden aus Osteuropa haben vor allem bei den industriellen Produkten zugelangt und damit wesentlich zur Steigerung von 3 Prozent auf 222'708 Tonnen beigetragen.

Wegen des starken Frankens muss das Unternehmen allerdings einen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent auf 876,3 Millionen Fr. hinnehmen. In Lokalwährungen resultierte ein Plus von 7,5 Prozent.

Arbeitslose machen Barry zu schaffen

In den USA machen dem Konzern die hohen Arbeitslosenquoten zu schaffen. Sie würden sich negativ auf die Konsumausgaben auswirken, schreibt Barry Callebaut. Zudem sei das Marktumfeld wettbewerbsintensiv.

Die Verkaufsmenge legte aber trotzdem um 2 Prozent auf 78'368 Tonnen zu, der Umsatz in Lokalwährungen um 11,9 Prozent. In Schweizer Franken stieg er um 7,9 Prozent auf 268,2 Millionen.

In der Region Asien-Pazifik verkaufte Barry Ballebaut 13'582 Tonnen ( 9,2 Prozent). Gefragt waren vor allem europäische Luxusmarken. Der Umsatz belief sich auf 62,3 Millionen Franken ( 18,2 Prozent; in Lokalwährungen 19,1 Prozent).

Mit diesen Umsatz- und Absatzzahlen hat Barry Callebaut die Schätzungen der Analysten klar übertroffen. Für den weiteren Geschäftsgang zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich.

Die laufenden Dreijahresziele, die im letzten November um ein Jahr bis 2012/13 verlängert wurden, sind bestätigt. Demnach will das Unternehmen die Verkaufsmengen jährlich um bis zu acht Prozent steigern.

SDA/mrs

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