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Steinegger tritt als Suva-Präsident ab

Mehr als zwei Dekaden sind genug: Franz Steinegger gibt sein Amt als Suva-Präsident Ende Jahr ab. Er hinterlässt das Unternehmen in einem «ausgezeichneten Zustand». Ein Nachfolger ist bereits im Gespräch.

Feierte in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag: Franz Steinegger.

Franz Steinegger tritt auf Ende 2013 nach 22-jähriger Amtszeit als Verwaltungsratspräsident der Suva zurück. Sein Nachfolger soll der Luzerner alt Regierungsrat Markus Dürr werden.

Er werde Ende Jahr den Sessel räumen, sagte Steinegger in Luzern. Der Urner alt Nationalrat und ehemalige Präsident der FDP Schweiz ist 70 Jahre alt. Der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) steht er seit 1991 Jahre vor.

Die Suva hob in einer Mitteilung das Vermittlungstalent des scheidenden Verwaltungsratspräsidenten hervor. Steinegger sei es gelungen, die Sozialpartner auch in angespannten Zeiten zu tragfähigen Lösungen zu führen.

Neue Amtszeit

Ende Jahr läuft die sechsjährige Amtszeit des 40 Mitglieder umfassenden Suva-Verwaltungsrates ab. Der Bundesrat wird das Gremium, dem Vertreter der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und des Bundes angehören, im Herbst neu wählen. Am 17. Dezember wird der neu bestellte Verwaltungsrat seinen neuen Präsidenten bestimmen. Nach heutigem Diskussionsstand werde Markus Dürr als Präsident vorgeschlagen, sagte Steinegger.

Dürr ist 66 Jahre alt, Tierarzt und war von 1999 bis 2009 Luzerner Gesundheits- und Sozialdirektor. Als Regierungsrat war er ein Mann der markigen Worte, und er wurde dem rechten CVP-Flügel zugerechnet. Von 2004 bis 2007 präsidierte er die Gesundheitsdirektorenkonferenz.

Steinegger tritt zu einem Zeitpunkt zurück, in dem die Suva in guter Verfassung ist. Die Reserventöpfe seien gefüllt, die Prämien gesenkt, sagte er. Das grösste Risiko für die Suva sei die Politik mit ihren vielen Lobbyisten. Zudem befürchtet Steinegger, dass sich eine Annahme der Volksinitiative «1:12 - Für gerechte Löhne» negativ auf die Prämieneinnahmen auswirken könnte.

Erneute Prämiensenkung

Die Suva wird 2014 ihre Prämien um 50 Millionen Franken senken. Im Schnitt sinken die Prämien der Berufsunfallversicherung um 1 Prozent und die der Nichtberufsunfallversicherung um 2 Prozent. Es handelt sich um die siebte Prämiensenkung in Folge.

Die Suva, die 2011 eine Halbierung des Gewinns hatte hinnehmen müssen, konnte diesen 2012 wieder von 123 Millionen Franken auf 247 Millionen Franken verdoppeln. Der finanzielle Deckungsgrad betrug 125 Prozent.

Zum positiven Ergebnis trugen alle Versicherungszweige bei. Insgesamt erwirtschafteten sie 2012 einen Überschuss von 162 Millionen Franken. Weitere 81 Millionen Franken stammten aus der Kapitalertragsrechnung, 4 Millionen Franken aus der Verwaltungskostenrechnung.

Zahl der neuen Invalidenrenten sank

Die Prämieneinnahmen gingen 2012 trotz einer Prämiensenkung von 7 Prozent nur um 4,6 Prozent auf 4,162 Milliarden Franken zurück. Dies weil die Lohnsumme stärker als prognostiziert anstieg. Auf dem Anlagevermögen konnte eine Performance von 8,6 Prozent erzielt werden.

Die Zahl aller Schadenfälle ging um 0,9 Prozent auf 462'071 zurück. Die Zahl der neuen Invalidenrenten sank um 8,3 Prozent auf 1584. Im Rekordjahr 2003 waren noch 3357 Neurenten gesprochen worden.

Im Gegensatz zu den Prämieneinnahmen nahmen die Versicherungsleistungen zu, und zwar um 2,2 Prozent auf 4,085 Milliarden Franken. Die Suva sei bei den Heilkosten den Entwicklungen im Gesundheitswesen ausgesetzt, sagte Ulrich Fricker, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Die Suva wollen den Fokus deshalb auf das Heilkostenmanagement und die Heilkostenkontrolle setzen.

SDA/mrs

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