Suva streicht rund 170 Vollzeitstellen

Wegen eines Digitalisierungsprojekt nimmt der Unfallversicherer in den nächsten sieben Jahren einen massiven Stellenabbau vor.

Die personellen Veränderungen betreffen auch die Abteilungen am Hauptsitz in Luzern. (Keystone/Photopress/Christian Beutler)

Die personellen Veränderungen betreffen auch die Abteilungen am Hauptsitz in Luzern. (Keystone/Photopress/Christian Beutler)

Der Suva steht ein umfangreicher Stellenabbau bevor: Ab 2021 bis 2027 streicht der Unfallversicherer voraussichtlich 20 Prozent der über 800 Stellen der Abteilung Schadenmanagement. Das sind rund 170 Vollzeitstellen.

Suva-Sprecherin Simone Isermann bestätigte am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ein Bericht in Publikationen des CH-Media-Verlags. Bei dieser Grössenordnung handle es sich aber erst um eine Schätzung, heisst es im Artikel.

Die Suva geht davon aus, den grössten Teil des geplanten Stellenabbaus durch Pensionierungen, Kündigungen und Stellenwechsel auffangen zu können.

Automatisierte Prozesse betroffen

Zum Departement Schadenmanagement gehören unter anderem Sachbearbeiter in den Agenturen, Kreisärzte, Versicherungsmediziner am Hauptsitz oder auch Juristen für Einsprachen und Gerichtsfälle. Klar sei, dass nicht Juristen und Ärzte um ihren Job fürchten müssen, sondern Personen, die automatisierbare administrative Prozesse bearbeiten.

Die Suva betont, dass es sich bei der Massnahme um ein Digitalisierungsprojekt und nicht um ein Sparprogramm handle. Dies zeige sich daran, dass parallel auch neue Stellen in «zukunftsträchtigen Bereichen» geschaffen würden. Vor allem im Bereich Datenverarbeitung.

Die personellen Veränderungen betreffen laut dem Artikel sowohl die Agenturen als auch die Abteilungen am Hauptsitz in Luzern.

sep/sda

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