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Swisscom-Aktie legt zu wegen Spekulation über Fastweb-Verkauf

Am Markt kursieren Gerüchte, die Swisscom könnte sich bald von ihrem langjährigen italienischen Sorgenkind Fastweb trennen. Die Anleger zeigten sich angetan.

Verkaufsfantasie: Eine Verkaufsstelle der Fastweb an der Via Dante in Mailand. (20. Dezember 2011)
Verkaufsfantasie: Eine Verkaufsstelle der Fastweb an der Via Dante in Mailand. (20. Dezember 2011)
Karl Mathis, Keystone

Spekulationen über einen Verkauf der italienischen Tochter Fastweb haben dem Aktienkurs der Swisscom am Mittwoch Auftrieb verliehen. In einem insgesamt schwächelnden Markt notierten die Swisscom-Aktien zeitweise um bis zu 4,5 Prozent über dem Schlusskurs des Vortages. Zu Schluss notierte der Swisscom-Titel ein Kursplus von 2,1 Prozent und war damit Spitzenreiter im Schweizer Schwergewichte-Index SMI, der 0,5 Prozent einbüsste.

Auf Insiderinformationen gestützt hatte die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstagabend vermeldet, die Swisscom prüfe den Verkauf von Fastweb. Das Telekommunikationsunternehmen kommentierte den Bericht am Mittwoch auf Anfrage nicht.

Analysten zeigen sich von den Gerüchten nicht überrascht: «Diese sind nicht neu und tauchen seit Juli 2013 regelmässig auf, insbesondere in Verbindung mit Vodafone als möglichem Käufer», schrieb beispielsweise die Analystin der Bank Safra Sarasin in einem Kommentar.

Mehrwert für Vodafone

Unter Branchenbeobachtern wird ein Verkauf von Fastweb bis zu einem gewissen Mass auch erwartet, weil das italienische Unternehmen wegen möglicher Synergien für Vodafone einen grösseren Wert hätte als heute für Swisscom.

Swisscom hat den italienischen Breitbandanbieter Fastweb 2007 für 4,6 Milliarden Euro gekauft, was damals 7,6 Milliarden Franken kostete. 2011 musste das Unternehmen eingestehen, zu viel für seine italienische Tochtergesellschaft bezahlt zu haben und 1,2 Milliarden Franken abschreiben.

SDA/rub

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