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Topmanager sind weitaus weniger international als erwartet

Bei Managern internationaler Firmen wird oft erwartet, dass sie selbst aus dem Ausland kommen oder zumindest über reichlich Auslanderfahrung verfügen. Doch diese Vorstellung trügt – und zwar deutlich.

Als Österreicher an der Spitze eines Schweizer Weltkonzerns eher die Ausnahme: Nestlé-Chef Peter Brabeck-Letmathe.
Als Österreicher an der Spitze eines Schweizer Weltkonzerns eher die Ausnahme: Nestlé-Chef Peter Brabeck-Letmathe.
Reuters

Die Topmanager von Weltkonzernen sind einer Studie zufolge weniger international als allgemein vermutet wird. Nur jeder zwanzigste Manager an der Spitze eines Konzerns kommt aus dem Ausland, lediglich knapp jeder Vierte kann auf Auslandserfahrung in Studium oder Beruf zurückblicken, wie aus einer am Mittwoch vom «Manager-Magazin» veröffentlichten Untersuchung des Darmstädter Soziologen Michael Hartmann hervorgeht. Deutsche Konzerne schneiden dabei besser ab als die Konkurrenz in anderen Ländern.

Während sich in China, Frankreich oder den USA kaum Ausländer an Firmenspitzen finden, sind es der Untersuchung zufolge in Deutschland neun Prozent, in Grossbritannien sogar 18 Prozent. Bei der Auslandserfahrung liegen die Deutschen vorn: Diese kann hierzulande mehr als jeder dritte Vorstandsvorsitzende vorweisen. Schlusslichter sind dabei die USA und China. Für seine Studie untersuchte der Elitenforscher Hartmann die Karrierewege der Chefs in den hundert grössten Unternehmen Deutschlands, Frankreichs, Grossbritanniens, Chinas, Japans und der Vereinigten Staaten.

(AFP)

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