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Tornos steigert Gewinn

Der Werkzeugmaschinenhersteller Tornos mit Sitz in Moutier hat volle Auftragsbücher und steigert den Reingewinn um 86 Prozent.

Der wichtigste Absatzmarkt für Tornos ist die Automobilindustrie.
Der wichtigste Absatzmarkt für Tornos ist die Automobilindustrie.
Gaëtan Bally, Keystone

Der Drehmaschinenhersteller Tornos hat im vergangenen Jahr markant mehr verdient und erhöht die Ausschüttung an die Aktionäre deutlich. Das operative Ergebnis auf Stufe Ebit verbesserte sich um 63 Prozent auf 15,5 Millionen Franken, wie Tornos am Montag mitteilte.

Der Reingewinn legte um 86 Prozent auf 15,3 Millionen Franken zu. Tornos hatte bereits im Januar mit den Umsatzzahlen einen «markant besseren Gewinn» in Aussicht gestellt.

Der freie Cashflow war wiederum positiv und lag bei 28,4 Millionen Franken. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0,28 Franken je Aktie erhalten, nach 0,15 Franken im Vorjahr. Die Zahlung werde steuerbefreit erfolgen, schrieb Tornos.

Wie bereits bekannt, legte der Umsatz der Gruppe um gut 20 Prozent auf rund 215 Millionen Franken zu und der Auftragseingang um mehr als 18 Prozent auf 207 Millionen. Der Auftragsbestand per Ende 2018 schwoll im Jahresvergleich um 60 Prozent auf den Rekordwert von 101 Millionen Franken an. Das sichere Arbeit für mehr als sechs Monate, schrieb Tornos.

Das Wachstumstempo hatte sich aber im zweiten Semester verlangsamt. Zudem hatte das Unternehmen im zweiten Halbjahr Prozesse angepasst und Kapazitäten ausgebaut, um Engpässe zu beseitigen. Dies habe auch zu höheren Kosten geführt.

Breit abgestütztes Wachstum

Die Tornos-Maschinen kommen in der Automobilindustrie, der Medizin- und Dentaltechnik, im Bereich Elektronik und in der Uhrenindustrie zum Einsatz. Sämtliche Produktelinien hätten zum Umsatzwachstum beigetragen, hiess es.

Wichtigster Absatzmarkt ist für Tornos die Automobilindustrie, woher rund 43 Prozent des Auftragseingangs stammen. In der Medizinal- und Dentaltechnik sei noch ein Grossprojekt offen, das im laufenden Jahr zum Abschluss kommen könnte. Erfreulich habe sich die Uhrenindustrie entwickelt, wo sich die Aufträge verdreifachten.

Besonders gut entwickelt habe sich die Mehrspindel-Produktlinie MultiSwiss mit einem Auftragsplus von 48 Prozent. Und bei den in Moutier hergestellten Einspindel-Langdrehautomaten nahmen die Aufträge im 12 Prozent, bei jenen aus asiatischer Produktion um 19 Prozent zu.

Wachstum im Servicegeschäft

Der Bereich Servicedienstleistung legte ebenfalls zu. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 46,7 Millionen Franken. Dabei sei einerseits das Ersatzteilgeschäft gut gelaufen und andererseits hätten die Kunden auch mehr Occasions-Maschinen bestellt.

Zum Geschäftsjahr 2019 gibt das Management keine Prognose ab. Die weltpolitischen Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit würden zahlreiche Unwägbarkeiten mit sich bringen, was Einschätzungen und Prognosen zurzeit äusserst schwierig mache, hiess es.

Das Geschäft will man weiter internationalisieren und die Produktion in Moutier soll an einem Standort in der Rue Industrielle mit dem Ausbau des dortigen Montagewerks zentralisiert werden. Auch in Taiwan sei man nun in der Lage, die Maschinen selber fertig zu montieren.

SDA/flo

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