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Tunesischer Unternehmer wehrt sich gegen Schweizer Sanktionsliste

Der Autoimporteur Bassem Loukil figuriert auf der Sanktionsliste des EDA – zu Unrecht, beteuert er. Er habe nie mit dem Regime Ben Alis kooperiert.

Bassem Loukil ist derzeit gar nicht gut auf die Schweiz zu sprechen: Seit dem 19. Januar steht der tunesische Geschäftsmann auf der Sanktionsliste des eidgenössischen Aussendepartements (EDA). Auf jener öffentlich einsehbaren Liste stehen die Namen von «natürlichen Personen, Unternehmen und Organisationen» aus Tunesien, deren Vermögenswerte in der Schweiz eingefroren werden müssen. So hat es Aussenministerin Micheline Calmy-Rey im Namen des Bundesrates entschieden.

Die Sanktionsliste umfasst nicht nur den Clan des Ex-Präsidenten Zine Ben Ali, sondern auch verschiedene tunesische Unternehmer. Einer davon ist Bassem Loukil. Er ist der Citroën-Importeur in Tunesien – und er schwört, nichts mit der vertriebenen Regierung zu tun zu haben. «Die letzten drei Jahre», erzählt, er, «hatte ich 17-mal die Steuerbehörden im Haus gehabt. Ich musste rund fünf Millionen Euro Strafe bezahlen, weil ich mich weigerte, mit dem Regime zu kooperieren.»

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