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US-Konsumenten resignieren

Die Konsumenten in den USA haben angesichts der Finanzkrise den Glauben an die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes verloren.

Besonders die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust drückt auf die Kauflaune. Der entsprechende Index sank im Oktober auf 38,0 Punkte nach 61,4 Zählern im September, wie das Forschungsinstitut Conference Board heute mitteilte. Tiefer war das Barometer noch nie seit Beginn der Umfrage 1967 gefallen.

«Der starke Rückgang beim Konsumentenvertrauen zeigt, dass es die Verbraucher sehr getroffen hat, und besonders der vergangene Monat drückt auf ihre Stimmung», sagte Terrin Griffiths, Analyst bei California Credit Union League. «Die Konsumenten stellen sich auf einen längeren Abschwung ein.»

Neben den Sorgen um den Arbeitsplatz drücke auch die Inflation auf die Stimmung, schrieben die Marktforscher. «Das sind schlechte Nachrichten für die Einzelhändler, die sich schon jetzt auf ein sehr schwieriges Weihnachtsgeschäft vorbereiten», sagte Lynn Franco von dem Marktforschungsinstitut.

Die Finanzmärkte sind seit einigen Wochen in Aufruhr. Was mit dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers begonnen hatte, zieht inzwischen weltweite Kreise und hat Regierungen und Notenbanken zum Einschreiten in noch nie dagewesenen Umfang gezwungen. Zugleich brachen Aktienmärkte ein.

Immobilienpreise sackten ab

Gebeutelt sind die US-Konsumenten auch von einem anhaltenden Rückgang auf dem Wohnimmobilienmarkt, wo immer noch kein Boden in Sicht ist. Im August brachen die Preise von Einfamilienhäusern in 20 Grossräumen um 16,6 Prozent und damit so stark ein wie nie zuvor, wie aus dem Standard & Poor's/Case-Shiller-Hauspreisindex hervorgeht. Der Rückgang der Immobilienpreise in den USA ist der wichtigste Auslöser der Finanzkrise.

SDA/vin

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