Valiant expandiert in die Ostschweiz

Trotz sinkender Zinsen konnte Valiant den Gewinn 2019 bisher leicht steigern.

Quentin Schlapbach@qscBZ

Rheinfelden, Wil, St. Gallen, Frauenfeld und neu auch Rapperswil – seit einigen Monaten arbeitet die Valiant an einer Expansionsstrategie in die Ostschweiz. Den jüngsten Schritt – der Standort in Rapperswil – kommunizierte die Berner Regionalbank am Donnerstag gemeinsam mit den Halbjahreszahlen. Obwohl die Valiant heute bereits in elf Kantonen präsent ist, war die Ostschweiz bisher ein weisser Fleck in ihrem Filialnetz.

Das soll sich gegen Ende Jahr ändern, wenn die ersten neuen Standorte eröffnet werden. «Wir wollen eine durchgehende physische Präsenz vom Genfersee bis zum Bodensee», sagte Ewald Burgener. Der ehemalige Finanzchef ist seit drei Monaten der neue Geschäftsführer der Berner Regionalbank.

Burgener ist zufrieden mit der Ausgangslage, in welcher er die Valiant übernommen hat. Trotz des schwierigen Zinsumfelds – der Leitzins der Schweizerischen Nationalbank beträgt aktuell –0,75 Prozent – legte die Bank in ihrem Kerngeschäft ein solides Ergebnis hin. Zwar sanken die Zinserträge um knapp 2 Prozent.

Aber weil die Zinsaufwände noch stärker zurückgingen, resultierte unter dem Strich dennoch ein Plus. Zur Jahresmitte weist die Valiant einen Gewinn von 61,5 Millionen Franken aus, im Vergleich zu 59,8 Millionen Franken im Vorjahr.

Mitarbeiterzahl steigt

Fürs kommende Halbjahr rechnet die Valiant-Geschäftsleitung mit einem gleichbleibenden geschäftlichen Umfeld. «Wir gehen davon aus, dass uns die Negativzinsen auf absehbare Zeit begleiten werden», sagte Ewald Burgener. Er bekräftigte jedoch, dass seine Bank den Privatkunden wie auch den KMU weiterhin keine Negativzinsen verrechnen wird.

Lediglich auf ausserordentlich hohen Kontobeträgen könnten solche Abzüge zum Thema werden. Eine festgelegte Grenze gebe es da nicht, sagte Burgener. Das evaluiere man «je nach Geschäftsbeziehung».

Wohin die Reise der Valiant in den kommenden fünf Jahren gehen soll, will Burgener am 10. September bekannt geben. Dann stellt der neue Geschäftsführer die Unternehmensstrategie 2020–2024 vor. Klar scheint bereits, dass das Berner Finanzhaus weiterwachsen will – auch punkto Mitarbeiter.

In den ersten sechs Monaten stieg die Anzahl Vollzeitstellen von 890 auf 899. Und für die Besetzung der neuen Standorte in der Ostschweiz suche man derzeit auch nach Mitarbeitern, so Burgener.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt